Zum Thema: |
|
|||||||||
So lautet die offizielle Formulierung. Weil gegen ihn ein Strafbefehl wegen Urkundenfälschung beim Amtsgericht Leipzig vorliegt, muss der Leiter der Rechtsabteilung gehen. Er soll Widersprüche gegen Bußgeldbescheide in sechs Fällen gefälscht haben. Klockzin bestätigte die Trennung, wollte sich aber nicht weiter äußern.
Der Firmen-Jurist soll auf einen Bußgeldbescheid wegen Geschwindigkeitsübertretung mit seinem Firmenwagen seinen Zwillingsbruder als Fahrer angegeben haben. Auch bei Verkehrswidrigkeiten anderer LWB-Mitarbeiter soll er fadenscheinige Gründe erfunden haben. Zudem habe er die Schreiben an die Polizeibehörden mit Namen unterzeichnet, die es in der LWB nicht gab
Anfang der Woche hatte Klockzins ehemalige Sekretärin Karin Christen schwere Vorwürfe gegen ihren Chef in verschiedenen Medien und vor Ermittlungsbehörden erhoben. Er wollte von mir wissen, wie das mit dem Kinderstrich in der Nordstraße funktioniert. Dann stand im Dezember 2004 ein etwa 14-jähriges Mädchen bei mir im Büro und wollte ihn sprechen. Sie sagte, er sei ihr Freund und wolle mit ihr auswandern, erklärte Christen und fährt fort: Er erzählte mir, dass Fotos existieren sollen, die ihn in einem Kinderbordell zeigen. Das seien aber Fotomontagen. Auch aus den geheimen Akten des Verfassungsschutzes soll hervorgehen, dass K. im ehemaligen Leipziger Kinderbordell Jasmin, verkehrt habe.
Ohne erkennbaren Grund sei die Sekretärin irgendwann von ihrem Chef gemobbt worden. Womöglich, weil ihm klar geworden sein könnte, dass sie zu viel wusste. Er soll ihr eine Rockerbande auf den Hals gehetzt haben. Der durch die Aussagen schwer belastete Klockzin weist gegenüber Leipziger Volkszeitung alle Anschuldigungen zurück: Frau Christen ist psychisch krank und in Behandlung. Die Krankheit war nicht mehr hinzunehmen, deshalb hat die Personalabteilung das Arbeitsverhältnis einvernehmlich getrennt. Die Geschäftsführung der LWB rollt den Fall nun noch einmal auf. Sie wolle die Gründe prüfen lassen, die 2005 zur Beendigung des Arbeitsverhältnisses der ehemaligen LWB-Mitarbeiterin geführt haben.
Im Zusammenhang mit der sächsischen Korruptionsaffäre hat die Spitze des Wohnungsunternehmens eine Projektgruppe unter Beteiligung der Innen- und Konzernrevision beauftragt, das Verfahren der Immobilienverkäufe in den 90iger Jahren zu untersuchen. Das Oberlandesgericht (OLG) Dresden habe zudem eine Arbeitsgruppe Leipzig eingerichtet, die zivil- und strafrechtliche Verfahren der LWB und ihrer Tochtergesellschaften seit 3. Oktober 1990 überprüfen wird.
Am Freitag wollen sich Innenminister Albrecht Buttolo und Justizminister Geert Mackenroth (beide CDU) in einer Pressekonferenz zur Affäre äußern. Sie wollen darlegen, wie es zu der umstrittenen Datensammlung des Verfassungsschutzes bei der Beobachtung Organisierter Kriminalität gekommen ist und warum die Akten erst jetzt - Jahre später - an die Staatsanwaltschaft gehen.
Andreas Friedrich/mro, LVZ-Online/dpa
|
|

















.gif)


