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Trotz Lobeshymnen und Fackelumzug: Jura-Professor Kotzur geht nach Hamburg
Sebastian Münster
Foto: Sebastian Münster
Nach dem Umzug folgt der Auszug: Professor Kotzur hat gerade erst sein neues Büro in der Burgstraße bezogen.
Jura-Professor
Markus Kotzur wechselt von Leipzig an die Uni Hamburg. Bis zuletzt
haben seine Studenten versucht, ihn umzustimmen. Dafür gingen sie
bei einem Fackelumzug sogar auf die Straße. Nach wochenlangem
Abwägen hat sich Kotzur nun für die Hansestadt entschieden und dies
der Leipziger Unileitung mitgeteilt.
In
Hamburg übernimmt Kotzur zum Sommersemester nächsten Jahres den
Lehrstuhl des Europa- und Völkerrechtsexperten
Thomas Bruha. Neben
der Hansestadt hatte er noch einen Ruf nach Saarbrücken
erhalten.
Kotzur
hat den Lehrstuhl für Völker- und Europarecht an der Universität
Leipzig inne.
Den
Großteil des Winteremesters 2011/12 wird Kotzur nach eigener Aussage
seinen Studierenden aber noch erhalten bleiben. Damit ihnen durch
seinen Weggang keine Nachteile entstünden, wolle er sich um einen
reibungslosen Übergang bemühen. Sowohl seine Lehrveranstaltungen,
als auch alle Arbeiten, die er betreut, wolle er zusammen mit den
Studenten zu Ende bringen.
Markus
Kotzur wurde in Coburg (Oberfranken) geboren. Er promovierte an der
Rechts- und Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Universität
Bayreuth, wo er sich anschließend auch habilitierte. Nach
Vertretungsprofessuren in Köln, Würzburg und Dresden hatte er 2005
in Leipzig die Professur von Rudolf Geiger übernommen.
Der Autor Sebastian Münster ist Mitglied der Lehrredaktion Campus, einem
Gemeinschaftsprojekt des Studiengangs Journalistik der Universität
Leipzig und der Leipziger Volkszeitung.
© LVZ-Online, 28.09.2011, 11:26 Uhr