Campus-Reporter begleiten Leipziger Hochschulangehörige und wollen herausfinden, was an ihnen und an ihrem Tun besonders ist.
„Wo die Hochschule glücklich ist“ heißt seit Jahren eine Rubrik auf der LVZ-Campus-Seite.
Claus Baderschneider
von der Hochschule für Telekommunikation ist am liebsten im Rosental - zusammen mit seinen Söhnen.
Tschüss, Prof!
– Professor im Ruhestand - das heißt: kein Verwaltungskram mehr, keine Lehrverpflichtungen, keine Prüfungen. Aber kann ein Wissenschaftler einfach so mit dem Forschen aufhören? Campus hat bei einigen nachgefragt.
Physiker Wolfgang Oehme
weiß schon jetzt, was er besonders vermissen wird: Die Arbeit mit künftigen Physiklehrern und Schülern - und seine Experimentierkästen.
Foto: André Kempner
Rektorin Beate Schücking diskutiert mit Studenten über die Zukunft des Politik-Instituts.
Die Studierenden bestehen indes weiterhin auf der Aufhebung des Moratoriums, sagte Milan Matthiesen vom Fachschaftsrat Politikwissenschaft nach dem Gespräch mit der Rektorin. Darüber hinaus will sich der Fachschaftsrat nun auch an andere Fakultäten wenden: "Unser Ziel ist es jetzt, das Bewusstsein aller Studierenden auf die bevorstehenden Kürzungen zu lenken." Insgesamt stehen 72 Stellen an der Universität zur Disposition, nicht nur die drei Professuren in der Politik. Dass jeder davon betroffen ist, müsse nun deutlich gemacht werden. Es sei wichtig für Sachsen, dass Leipzig Volluniversität bleibe, so Matthiesen.
Derzeit sind 516 Studierende am Institut für Politikwissenschaft in Leipzig eingeschrieben. Im Wahlbereich der Bachelorstudiengänge gehört Politik zu den am stärksten nachgefragten Fächern. Die drei vakanten Professuren sind momentan nur vertretungsweise besetzt von Burkhard Liebsch (Politische Theorie), Michael Henkel (Ethik, Politik, Rhetorik) und Klaus Roscher (Internationale Beziehungen). In zwei Fällen dauert die Vertretung bereits zwei Jahre an. Mit nur zwei Professuren kann die Lehre im Kernfach und im Wahlbereich nicht hinreichend abgedeckt werden, bemängelten die Studenten.
Die Autorin Sarah Bornemann ist Mitglied der Lehrredaktion Campus, einem Gemeinschaftsprojekt des Studiengangs Journalistik der Universität Leipzig und der Leipziger Volkszeitung.