21.05.2012 13:24 Uhr
 
Header Speacial Campus

Kontakt zur Campus-Redaktion

 
Sie möchten der Campus-Redaktion etwas mitteilen oder haben Fragen? Kontakt: campus@uni-leipzig.de
 

Ein Tag mit ...

 
Campus-Reporter begleiten Leipziger Hochschulangehörige und wollen herausfinden, was an ihnen und an ihrem Tun besonders ist.
Karla Fiedler ist technische Leiterin in der Grafischen Werkstätten der HGB. Sie gibt ihre langjährige Erfahrung als Schriftsetzerin an die Studenten weiter und steht ihnen bei Druckprojekten mit Rat und Tat zur Seite.
Wie andere Hochschulangehörige den Tag verbringen, lesen Sie hier .
 

CAMPUS SPECIAL: LIEBLINGSPLÄTZE

 
Claus Baderschneider im Rosental „Wo die Hochschule glücklich ist“ heißt seit Jahren eine Rubrik auf der LVZ-Campus-Seite. Claus Baderschneider von der Hochschule für Telekommunikation ist am liebsten im Rosental - zusammen mit seinen Söhnen.   
Weitere Lieblingsplätze der Studenten, Professoren und Mitarbeiter der Leipziger Hochschulen lernen Sie hier kennen.
 

Campus-Serien

 
Tschüss, Prof! – Professor im Ruhestand - das heißt: kein Verwaltungskram mehr, keine Lehrverpflichtungen, keine Prüfungen. Aber kann ein Wissenschaftler einfach so mit dem Forschen aufhören? Campus hat bei einigen nachgefragt. Physiker Wolfgang Oehme weiß schon jetzt, was er besonders vermissen wird: Die Arbeit mit künftigen Physiklehrern und Schülern - und seine Experimentierkästen.
 

Die Campus-Redaktion

 
CAMPUS ONLINE ist ein Projekt des Studiengangs Journalistik an der Universität Leipzig und der LVZ-Online-Redaktion.
Hier erfahren Sie mehr zum Projekt.
Unsere Redakteure vom Dienst sind:
Annegret Müller
Raimund Groß
Juliane Meißner
Felix Filke
Olivia Jasmin Czok
Kai Thomas
 

Magazin Campus L.E.

 
Jede Menge Infos rund um eure Universitätsstadt Leipzig und ihre Studenten.
                            Hier blättern!
 

Leipzig:Live

 
Heute Abend noch nichts vor, aber Lust auf Party, Kino oder Theater? Alles, was in der Stadt geht, steht auf Leipzig-Live.com , dem Veranstaltungsmagazin der Leipziger Volkszeitung!
 

„Campus“ in der Leipziger Volkszeitung

 
Campus gibt es auch in der Printversion, alle zwei Wochen als Seite in der Leipziger Volkszeitung. Zum E-Paper ! Gebündelt sind die Seiten aus den zurückliegenden Semestern aber auch hier nachzulesen !
 
Studentenleben

Studentisches Projekt „Stadtkarawane“: „Darauf können wir stolz sein“

Hannes Raßmann (22) und seine Mitbewohner organisieren die "Stadtkarawane".   Foto: Beke Schulmann Hannes Raßmann (22) und seine Mitbewohner organisieren die "Stadtkarawane".
Sie finden Menschen spannender als Kirchen, Denkmäler und Co. Deshalb haben sieben befreundete Studenten vor einem Jahr das Projekt „Stadtkarawane" gegründet. Das Konzept ihrer ungewöhnlichen Stadttour: Leipzig durch seine Einwohner entdecken. Gründungsmitglied Hannes Raßmann (22) sagt im Interview, woran sie noch feilen müssen, was alle Karawanen gemeinsam haben und warum man die Augen immer offen halten sollte.

Hand aufs Herz, Hannes: Habt ihr so schlechte Erfahrungen mit Stadtführungen gemacht, dass eine Alternative her musste?

Was heißt schlechte Erfahrungen ... Die Stadtkarawane ist einfach etwas ganz anderes. Erstens ist es keine Führung, das versuchen wir immer zu betonen, weil die Leute ja selbständig rumlaufen, sie werden also von niemandem geführt. Zweitens liegt der Fokus auf einer ganz anderen Sache, nämlich auf den Menschen und nicht auf den Bauwerken und den geschichtlichen Hintergründen. Die können aber auch zur Sprache kommen, zum Beispiel wenn sich jemand zum Thema Wende weiterbilden möchte. Wir haben zwei Gastgeber, die speziell darüber etwas wissen.

Die „Gastgeber" spielen bei der Stadtkarawane die größte Rolle. Wie wählt ihr sie aus?

Gastgeber zu suchen ist der interessanteste Aspekt, wenn man die Stadtkarawane organisiert. Man läuft dabei selbst mit anderen Augen durch Leipzig. Da gibt es keine speziellen Kriterien. Wenn wir von jemandem hören oder jemanden treffen, von dem wir denken, dass die Lebensgeschichte, das Lebenskonzept oder einfach die Person interessant wäre für andere Menschen, dann fragen wir, ob sie bei uns mitmachen würden.

Und was muss man tun, um selbst auf Stadtexpedition gehen zu können?

Am einfachsten geht man auf unsere Internetseite www.stadtkarawane.de . Da gibt's ein Anmeldeformular, wo man seine Daten und den gewünschten Termin eintragen muss und dann noch angeben kann, welche Interessen man hat, ob man eher an Kultur oder Sport interessiert ist. Wir versuchen, die Wünsche dann schon zu berücksichtigen. Das ist allerdings noch nicht so ganz ausgefeilt. Wir haben mittlerweile rund 20 Gastgeber. Wenn jeder einen anderen Wunsch hat, ist es manchmal schwierig, einen gemeinsamen Nenner zu finden.

Jede Karawane ist anders - aber was haben alle gemeinsam?

zum Thema Leipzig mit der "Stadtkarawane" neu entdecken
In der Regel treffen sich die Teilnehmer um 12 Uhr bei den Organisatoren und trinken einen Kaffee oder Tee mit uns. Das ist der familiäre Aspekt dabei, dass es nicht nur so eine Abfertigung ist. Dann erklären wir ihnen das Konzept und geben ihnen den Ablaufplan. Da stehen die Adressen der Gastgeber, die Wegbeschreibung und die Uhrzeiten, also um wie viel Uhr sie wann welche Straßenbahn nehmen müssen. Außerdem bekommen sie einen Stadtplan und Tagestickets. Dann ziehen die Gruppen los, besuchen einen Gastgeber, halten sich dort etwa eine Stunde auf. Dann folgt eine Mittagspause. Anschließend besuchen sie noch ein bis zwei weitere Gastgeber, je nachdem, wie weit die Gastgeber auseinander wohnen. Eine Stadtkarawane dauert zwischen vier und sechs Stunden, das ist schon ziemlich zeitaufwändig.

Vorbild der Stadtkarawane ist die City Safari in den Niederlanden. Wie habt ihr davon erfahren?

Vor anderthalb Jahren hat mir meine Stiefschwester, die da mal mitgemacht hat, davon erzählt. Ich fand die Idee ziemlich super und hab gedacht „Cool, das müssen wir in Leipzig auch machen!". Ich hab dann ein paar Freunde zusammengetrommelt und so ist unser Kollektiv entstanden. Mit Lisa und Cristina wohn ich auch zusammen, deshalb ist unsere Wohnung in der Kolonnadenstraße quasi das Hauptquartier der Stadtkarawane. Zusammen haben wir dann auch selbst an einer City Safari teilgenommen. Von der Idee bis zu unserer ersten Karawane war es ein relativ langer Prozess: Projekt planen, Gastgeber suchen, an der Website arbeiten, über Werbung und Zielgruppen nachdenken ...

Wer ist denn eure Zielgruppe - Studenten?

Wir hatten bis jetzt alles an Teilnehmern dabei, von vier bis 60 Jahren. Aber es sind bis jetzt in der großen Mehrzahl Studenten gewesen. Wir würden uns freuen, wenn auch mehr Ältere teilnehmen würden, weil wir eigentlich verschiedene Menschen damit erreichen wollen. Das Generationsübergreifende wäre uns schon sehr wichtig, also dass jüngere und ältere Menschen zusammenkommen und sich unterhalten und voneinander lernen, weil das in der heutigen Zeit nicht mehr oft geschieht.

Seit Januar bietet ihr nun eure Expeditionen an. Gibt es einen Trend, dass ihr bald häufiger Termine anbietet müsst?

Am Anfang hatten wir noch Probleme, Teilnehmer zu finden, weil wir fast keine Werbung gemacht haben. Aber mittlerweile sind wir immer ganz gut besetzt und können manchmal an einem Tag auch zwei Gruppen anbieten à zwei bis fünf Personen. Bis heute haben etwa 80 bis 90 Leute mitgemacht

Wie viel Zeit investiert ihr als Organisatoren in das Projekt?

Das ist schon relativ intensiv. Wir haben es geschafft - und darauf können wir stolz sein - uns seit Beginn dieses Projekts einmal die Woche zu treffen, mit wenigen Ausnahmen. Dann diskutieren wir die Punkte, die anstehen, versuchen, immer etwas zu verbessern, schreiben auch immer Protokolle. Es ist sehr spannend, so ein Projekt aufzuziehen, weil du quasi alles selbst machst, vom Namen bis zur Internetseite und zum Logodesign.

Zu Beginn wurde die Stadtkarawane von dem Programm „Jugend in Aktion" der Europäischen Union gefördert.

Am Anfang hatten wir eine Projektförderung für anderthalb Jahre, die haben wir jetzt noch mal um ein halbes Jahr verlängert bekommen. Das heißt einfach nur, dass wir das Geld, das wir übrig haben, nicht zurückgeben müssen. Das ist ganz gut, denn manchmal macht man auch Miese bei der Stadtkarawane. Wenn man Gruppen mit mehr als fünf Teilnehmern hat - letztens hatten wir zum Beispiel eine 40-Mann-Gruppe aus Polen - muss man zu dem Gruppenticket noch Einzeltickets dazukaufen. Dann gibst du mehr Geld aus, als du durch den Teilnehmerbeitrag eingenommen hast.

Die Teilnahme kostet 10 Euro, ihr arbeitet alle ehrenamtlich. Wollt ihr irgendwann von dem Projekt leben können?

Das weiß ich nicht. Noch studieren wir ja alle und machen das so nebenbei, um Erfahrungen zu sammeln und Spaß zu haben. Wahrscheinlich könnte man damit Geld verdienen, aber da haben wir uns noch keine Gedanken drüber gemacht.

In einem Jahr seid ihr mit dem Studium fertig. Wie geht es dann mit der Stadtkarawane weiter?

Wir hören natürlich nicht auf! Das wär' viel zu schade um die ganze Arbeit, die wir da reingesteckt haben. Wir müssen Nachfolger finden, die das weitermachen, denn im Moment sieht es so aus, dass nur Anja in Leipzig bleibt. Alle anderen würden gerne den Master woanders machen oder ins Ausland gehen.

DAS STADTKARAWANE-TEAM

Ostslawistik, Psychologie, Germanistik, Kunstgeschichte, Kulturwissenschaft - die Studienfächer der sieben Stadtkarawane-Mitglieder könnten unterschiedlicher nicht sein. Und niemand von ihnen stammt gebürtig aus Leipzig. Cristina Gutu (24), Lisa Füchte (22), Anja Schyma (24), Sarah Zdun (22), Sophie Rathke (24), Flé Toure (22) und Hannes Raßmann (22) verband die Lust, etwas Eigenes auf die Beine zu stellen. Ihr Coach Biju Oledath (35), ein Jugendarbeiter aus den Niederlanden, half ihnen bei den ersten Schritten und steht ihnen bis heute bei Problemen zur Seite.

Die Autorin Sarah Bornemann ist Mitglied der Lehrredaktion Campus, einem Gemeinschaftsprojekt des Studiengangs Journalistik der Universität Leipzig und der Leipziger Volkszeitung.
 
 
INHALTSVERZEICHNIS
Nachrichten Mitteldeutschland Brennpunkte Wirtschaft Vermischtes Wissenschaft Multimedia Infografiken Wetter Download Leipzig Citynews Polizeiticker BouL.E.vard Stadtteile Bildung Wirtschaft Schaufenster L.E. Region Bad Düben Borna Delitzsch Eilenburg Geithain Grimma Markkleeberg Markranstädt Schkeuditz Taucha Wurzen Kultur Kultur News Termine Tourkalender Musik News Musik Charts Kinoprogramm Kinostarts Kinocharts Belletristik-Charts Sachbuch-Charts Sport Regionalsport Fußball Radsport Formel 1 Tennis Handball Boxen Eishockey Golf Leichtathletik Reiten Segeln Basketball Wintersport
 
Ratgeber Rechner Finanzen Auto Bauen Wohnen Garten Ernährung Familie Lifestyle Gesundheit Multimedia Karriere Recht Reise Tiere Reise Gewinnspiel Veranstaltungsfrühling Mitteldeutschland Wandern & Radfahren Reisenews Urlaubstipps Hotelsuche Specials Themen Rund.Blick.Leipzig Gewinnspiele LVZ-Aktionen Werbespecials Partner Blogs Geschichten aus dem Hinterstübchen Großes Netz Kreis-Läufe Wichtig ist auf’m Platz Easy Reader V.I.P. - Vorsätzlich Indiskret & Persönlich Leipzig:Live Termine News Fotos
 
Video Top News Lokales Specials Nachrichten Sport Boulevard MDR Kino Auto Literatur Meist gesehen Foto Fotostrecken Fotoforum Rund.Blick.Leipzig Rund.Blick.Borna Rund.Blick.Delitzsch Rund.Blick.Region Shop Bücher/DVDs Mode Fotos Tickets Anzeigenmarkt LVZ-Immo LVZ-Job LVZ-Trauer Kfz-Markt Bekanntschaften Reisemarkt Sonstige Leserservice OSC Anzeigen-Service Online werben Abo-Service Probeabo bestellen AboPlus Prämienshop Zeitungsarchiv E-Paper