Der "Carnevals-Club Alte Salzstraße" ist einer der ältesten seiner Art in der Messestadt. Nachdem der 11.11.1981 sich in die Reihe der faschingstechnisch "toten Tage" eingereiht hatte, wurde in Grünau die Idee einer Gründung eines Faschingsvereines geboren. Bereits wenige Wochen später, am 7. Dezember 1981, war es dann beschlossene Sache. Immer wieder wurden in dem dicht bewohnten Stadtteil Leipzigs damals Rufe nach einer lustigen und bunten Abendgestaltung laut. Und genau diese schrieben sich die angehenden Karnevalisten, allesamt Freunde einer Stammtischrunde, von da an auf ihre Fahne.
Auch ein Name war recht schnell gefunden, denn der Club sollte den Namen der Ursprungsstätte, der Gasstätte "Alte Salzstraße", tragen. Hoch motiviert und doch weitgehend unerfahren auf närrischen Gebieten stürzten sie sich in die Organisation einer ersten Abendveranstaltung im Februar 1982. "Die Gruppe wurde damals von vielen Seiten belächelt und fragend angesehen – Karneval in Leipzig, das gab es bis dahin kaum", erinnert sich der heutige Präsident Reinhard Ihle. Und tatsächlich glich die damalige Aufführung des allerersten Programms nicht wirklich einem heutigen Karneval-Abend. "Wir haben wirklich von der Pieke auf begonnen, Improvisation war zu dieser Zeit alles!"
Dennoch, dem Publikum, welches auch zur ersten Veranstaltung schon in recht großer Zahl erschien, gefielen die Anfänge, sodass die Mitglieder sich vornahmen von nun an ein richtiger Faschingsclub zu werden. Dass sich das zu jener Zeit auch andere Narren, nämlich die des Grünauer Garneval Glubs (GGG), im gleichen Stadtbezirk vornahmen, störte den CC-AS nicht. "Klar gab es irgendwie eine gewisse Konkurrenz in der Anfangszeit, aber die fördert ja bekanntlich auch das Geschäft – oder in diesem Falle die Kreativität", so Ihle. Denn, durch die ersten Jahre in einem Stadtteil und den jeweiligen Willen, ein besonders gutes Programm auf die Beine zu stellen habe sich nicht nur das Niveau der Veranstaltungen gesteigert, sondern auch jeder Verein seine Richtung gefunden. "So zeichnen wir und unser Publikum uns eben dadurch aus, dass wir eher weniger die Interaktionsspiele mögen, dafür aber umso musikalischer sind und jährlich neue Songs, passend zum jeweiligen Saisonmotto komponieren."
Nach wenigen Jahren hatte sich die räumliche Nähe zum GGG allerdings sowieso geklärt, denn der CC-AS musste umziehen. Da die Heimatstätte zu einem Billardsalon saniert wurde und somit der Saal nicht mehr zur Verfügung stand, zog es die Mitglieder zunächst in die Völkerfreundschaft. „Doch der Funke zwischen Spielstätte und Verein sprang einfach nicht über, wir fühlten uns nicht wohl, waren selbst immer nur Gast“, erinnert sich Ihle. Nach zwei Jahren zog der Verein ein weiteres Mal um, dieses Mal nach Miltitz in die Rosensäle, wo er noch heute seine Veranstaltungen austrägt.
Die Tradition mit den Liedern hatte ihre Anfänge im Übrigen bei den sogenannten „Salzstraßensängern“, zu denen unter anderem Reinhard Ihle selbst gehörte. Jahrelang waren sie fester Programmpunkt und ihre Songs wurden zu Hits. Gesundheitsbedingt kann das Trio zwar nun nicht mehr auftreten, doch hat sich der Verein ein neues Gesangspaar arrangiert, das die musikalischen Traditionen weiterführt und in dem der Präsident wieder selbst mitwirkt. "Nancy und Rainer" werden demzufolge auch in dieser Saison ein Ständchen zum Besten geben. Dieses Mal unter dem Motto: "CC-AS wie immer bekannt, geht neue Wege übers Land", wo sich Bauern-suchende Frauen wiederfinden, sexy Texas-Cowboys tanzen und sich das Landleben der ganzen Welt widerspiegelt.
Die Termine des Vereins liegen unter anderem am 4., 11. und 18. Februar, sowie natürlich der Narren-Pflichttermin des Rosensonntags, wo der CC-AS als Mitglied des Förderkomitees Leipziger Karnevals (FKLK) auch am großen Umzug durch die Innenstadt teilnehmen wird.
Mehr Infos:
www.cc-as.de
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