News
Rede von Hauptamtsleiter Christian Aegerter zur Karnevalseröffnung 2011
LVZ-Online
Foto: André Kempner
Hauptamtsleiter Christian Aegerter
Hellau liebe Leila und nochmals hellau,
einer städtischen Mitarbeiterin ich heut’ in die Augen schau!
Sei herzlich gegrüßt Du Blume aus dem Amt für Tiefbau und Verkehr,
welches sich bemüht um unsere Straßen sehr!
Deshalb fange ich auch mit einem Deiner Themen an,
denn die Straßen sind teilweise nicht sehr gut – man sieht’s ihnen an!
Da steckte fest schon so mancher Schuh,
doch die Stadt gibt beim Neubau trotz Geldmangel keine Ruh’
und liegt nicht auf dem weichen Ruhekissen,
das müsstest Du eigentlich selber am besten wissen!
Sieh Dir doch nur in dieser Richtung die Prager Straße an,
über die sich jetzt jeder wieder freuen kann!
Und da der letzte Winter uns sehr geärgert hat,
werden repariert viele Straßen in dieser Stadt!
Grad wurde gearbeitet auch vor unserem Rathaus,
Du wirst es seh’n, wenn Du dort gehst rein oder raus!
Also nicht nur meckern, sondern auch mal sagen,
„Toll - da kann man sich kaum noch über’s Amt beklagen!“
Die Grünanlagen in der Stadt sind gepflegt nicht so schlecht,
selbst wenn das Geld knapp ist – in dem Punkt geb’ ich Dir ja recht –
versuchen wir daraus das Beste zu machen -
es ist wirklich so Du brauchst nicht zu lachen!
Der Dreck in den Grünanlagen ärgert uns ebenfalls sehr,
da fragt man sich, wo kommt der immer nur her?
Ich hoffe, es sind nicht die vielen Narren,
die den Dreck in die schönen Anlagen karren!
Die Mitarbeiter der Stadt sind es sicher nicht,
denn die müssen sich dann plagen
und den Dreck zur Müllkippe tragen!
frag’ doch mal die Bürger - und nimm die in die Pflicht!
Was kann denn Dr. Junold dafür, wenn viele lieben ein Rattentier!
Viele wollten deshalb Heidi auch seh’n und mal in den Zoo rein geh’n!
Auch nach Heidi’s Tod war der Andrang riesig und groß,
denn auch so ist der Zoo interessant und dort ebenfalls viel los!
Und wenn man bedenkt, wofür auch sonst Kondolenzbücher liegen,
warum sollte denn unsere Heidi kein’s kriegen?
Liebe Leila, Du wirst sicher versteh’n,
der Oberbürgermeister hat viel zu tun und kann nicht nur zum Fasching geh’n!
Du schimpfst, hier wäre nicht das Original, sondern nur ein Stellvertreter -
was wäre denn, wenn nicht der Papst nach Deutschland gekommen wäre
sondern Gott persönlich wäre uns zum Jüngsten Gericht erschienen?
Ihr würdet jetzt - statt auf dem Rathaus rumzuhacken -
in der Hölle bei 1000 Grad im großen Ofen backen!
Wenn jetzt gleich der Schlüssel Dein zartes Händchen ziert,
hoffe ich sehr, dass auch dann kein Narr närrisch regiert!
Das war bisher nicht so und so sollt Ihr es auch weiter halten –
hier ist der Schlüssel – auf zum klugen Verwalten!
Nun nimm nur schnell den Rathausschlüssel,
auch wenn er dir nichts nutzen wird – Du holst Dir nur einen Rüffel!
Verwaltungsreform schreiben wir jetzt groß
Und wechseln als erstes aus das Schloss!
Die Chipkarte wollen wir jetzt nutzen
Sie kann aber mehr als sie nur zum Aufschließen zu benutzen!
Die Rats-Card ist eine Karte mit vielen Funktionen
Drum greif schnell zu - es soll sich für Dich lohnen!
In Gondwana kann man mit ihr den Geist von Heidi spüren,
Am Burgplatz einmal den Amtsschimmel an der Leine führen,
im City-Tunnel heute schon Geisterbahn fahren
Grundstücke kaufen, die der Stadt nicht gehören,
sie als Goldplakette für alle Umweltzonen nutzen
und kostenlos die Grünanlagen vom Müll frei putzen!
Rabatte gibt’s auch mit unserer Karten
bei den Frauen für das falsche Parken
und bei den Männern, da muss vieles raus
zehn Prozent im Freudenhaus - Entschuldigung - im Autohaus!
Und wenn manchmal uns Männern die Mägen hängen
weil unsere Frauen die Brotkörbe hochhängen
ist auch hierfür unsere Karte zu benutzen,
man(n) kann sie einfach als Mahlzeit verputzen!
So liebe Leila nun nimm Schlüssel und Karte
und in Deine närrische Zukunft starte,
aber mache bei den vielen Feiern nicht zu viel blau.
Leila hellau!
© LVZ-Online, 11.11.2011, 16:01 Uhr