Leipzig. Nach dem perfekten Einzug ins Halbfinale um die deutsche Meisterschaft steht für den HC Leipzig am Sonnabend das Halbfinale um den DHB-Pokal an. Mit einem Sieg gegen den VfL Oldenburg kann am Sonntag im Endspiel des Final Four der erste Titel Saison geholt werden. "Genau das wollen wir erreichen", lässt Stefan Madsen keine Zweifel am Ziel der Mission. Der HCL-Trainer sieht die vier Endrundenteilnehmer Leipzig, Leverkusen, Oldenburg und Buxtehude auf Augenhöhe und glaubt: "Die Tagesform wird entscheiden. Wer zur Sentimentalität neigt und nicht Anhänger eines der vier Endrunden-Teams ist, hat es am Wochenende schwer. Allen Teams wäre der "Pott" irgendwie zu gönnen: Buxtehude stand schon viermal in einem Pokalendspiel und hat noch keines gewonnen. Renate Wolf hört nach 16 Jahren als Trainerin von Bayer Leverkusen auf - wäre ihr zum Abschied nicht auch mal ein Titel zu wünschen? Der VfL Oldenburg ist als einziges der vier Teams nicht mehr im Meisterschaftsrennen und steht vor einer wirtschaftlich schweren Zukunft. Die haben eindeutig Mitleids-Bonus. Und der HC Leipzig? Das Flaggschiff des deutschen Frauenhandballs, im letzten Jahr ohne Titel, war in dieser Spielzeit mit Verletzungen schwer gebeutelt, hätte es gleichfalls verdient.
Von Sentimentalitäten lässt sich im HCL-Lager freilich niemand leiten. "Wer einmal im Halbfinale steht, will auch ins Finale. Und wer im Finale steht, will es auch gewinnen" - Kapitän Katja Schülke bringt es auf den Punkt. Für die Spielerinnen wäre der erste Titel - die Meisterschaft kann ja noch folgen - der willkommene Lohn einer turbulenten, aufregenden und zwischenzeitlich auch leidvollen (das Verletzungspech!) Saison. Für den jungen Trainer Stefan Madsen (35) wäre das ein Traumergebnis seines ersten Jahres im deutschen Handball-Zirkus. "Na klar wäre das toll", sagt der Däne lächelnd, doch an eine Siegesfeier mag er noch nicht denken.
Vielmehr macht sich Madsen Gedanken, was im Vergleich zur unschönen, aber folgenlosen
24:25-Niederlage gegen Frankfurt
am Mittwoch anders werden muss. "Alles", lautet seine Erkenntnis, "Wir müssen in allen Bereichen besser spielen." Die gute Nachricht sei, so der Trainer, dass sein Team die Qualität habe, viel besser zu spielen. "Wir müssen uns nur daran erinnern, wozu wir in der Lage sind. Und ich bin mir sicher, wir können das." Noch etwas stimmt den Trainer zuversichtlich: "Es hat sich gezeigt, dass wir in den K.o.-Spielen, in denen es um Alles oder Nichts geht, immer unsere besten Leistungen gezeigt haben." Am Sonanbend ist es mal wieder so weit: Gegen Oldenburg geht es um Alles oder Nichts. Mit einem Sieg gegen die Norddeutschen könnten dann die Festspiele gegen Buxtehude folgen. Der mögliche Finalgegner ist auch der nächste Kontrahent in der Vorschlussrunde um die Deutsche Meisterschaft. In den beiden Punktspielen dieser Saison gewann jedes der beiden Teams sein Heimspiel. Nutzer von LVZ-Online können die Pokalspiele live verfolgen. Wie gewonnt gibt es jede Spieleszene im Ticker direkt zum Nachlesen. Über
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werden die Partien per Livestream direkt übertragen.
Pokalendrunde in Göppingen: Sonnabend, Halbfinale:
15 Uhr: HC Leipzig - VfL Oldenburg
17 Uhr: Bayer Leverkusen - Buxtehuder SV
Sonntag: 13 Uhr: Spiel um Platz 3
15 Uhr: Finale HCL: Im Pokal soll der erste Titel her
Ab morgen Endrunde in Göppingen
Leipzig. Nach dem perfekten Einzug ins Halbfinale um die deutsche Meisterschaft steht für den HC Leipzig morgen das Halbfinale um den DHB-Pokal an. Mit einem Sieg gegen den VfL Oldenburg kann am Sonntag im Endspiel des Final Four der erste Titel Saison geholt werden. "Genau das wollen wir erreichen", lässt Stefan Madsen keine Zweifel am Ziel der Mission. Der HCL-Trainer sieht die vier Endrundenteilnehmer Leipzig, Leverkusen, Oldenburg und Buxtehude auf Augenhöhe und glaubt: "Die Tagesform wird entscheiden.
Wer zur Sentimentalität neigt und nicht Anhänger eines der vier Endrunden-Teams ist, hat es am Wochenende schwer. Allen Teams wäre der "Pott" irgendwie zu gönnen: Buxtehude stand schon viermal in einem Pokalendspiel und hat noch keines gewonnen. Renate Wolf hört nach 16 Jahren als Trainerin von Bayer Leverkusen auf - wäre ihr zum Abschied nicht auch mal ein Titel zu wünschen? Der VfL Oldenburg ist als einziges der vier Teams nicht mehr im Meisterschaftsrennen und steht vor einer wirtschaftlich schweren Zukunft. Die haben eindeutig Mitleids-Bonus. Und der HC Leipzig? Das Flaggschiff des deutschen Frauenhandballs, im letzten Jahr ohne Titel, war in dieser Spielzeit mit Verletzungen schwer gebeutelt, hätte es gleichfalls verdient.
Von Sentimentalitäten lässt sich im HCL-Lager freilich niemand leiten. "Wer einmal im Halbfinale steht, will auch ins Finale. Und wer im Finale steht, will es auch gewinnen" - Kapitän Katja Schülke bringt es auf den Punkt. Für die Spielerinnen wäre der erste Titel - die Meisterschaft kann ja noch folgen - der willkommene Lohn einer turbulenten, aufregenden und zwischenzeitlich auch leidvollen (das Verletzungspech!) Saison. Für den jungen Trainer Stefan Madsen (35) wäre das ein Traumergebnis seines ersten Jahres im deutschen Handball-Zirkus. "Na klar wäre das toll", sagt der Däne lächelnd, doch an eine Siegesfeier mag er noch nicht denken.
Vielmehr macht sich Madsen Gedanken, was im Vergleich zur unschönen, aber folgenlosen 24:25-Niederlage gegen Frankfurt am Mittwoch anders werden muss. "Alles", lautet seine Erkenntnis, "Wir müssen in allen Bereichen besser spielen." Die gute Nachricht sei, so der Trainer, dass sein Team die Qualität habe, viel besser zu spielen. "Wir müssen uns nur daran erinnern, wozu wir in der Lage sind. Und ich bin mir sicher, wir können das." Noch etwas stimmt den Trainer zuversichtlich: "Es hat sich gezeigt, dass wir in den K.o.-Spielen, in denen es um Alles oder Nichts geht, immer unsere besten Leistungen gezeigt haben." Morgen ist es mal wieder so weit: Gegen Oldenburg geht es um Alles oder Nichts. Uwe Köster
Pokalendrunde in Göppingen:
Morgen, Halbfinale:
15 Uhr: HC Leipzig - VfL Oldenburg
17 Uhr: Bayer Leverkusen - Buxtehuder SV
Sonntag:
13 Uhr: Spiel um Platz 3
15 Uhr: Finale