Leipzig. Die Roten Bullen scharren mit den Hufen. 64 Tage nach dem letzten Regionalligaspiel gegen Meppen ist RB Leipzig heiß auf den Rückrundenstart am Sonntag. „Wir brennen darauf, wieder auf dem Platz zu stehen und um Punkte zu kämpfen“, sagt Abwehrchef Marcus Hoffmann vor dem Spiel gegen den SV Wilhelmshaven (13.30 Uhr, Red-Bull-Arena). Coach Peter Pacult zeigt sich selbstbewusst: „Wir haben jetzt 16 Endspiele – und wir wollen alle gewinnen.“
Mit zuletzt zwei deutlichen Siegen – 5:1 bei Energie Cottbus II und 4:1 gegen den VFC Plauen – haben sich die Gäste aus dem hohen Norden aus dem Tabellenkeller geschossen, gehören mit 29 Treffern zu den torhungrigsten Teams der Liga. „Wir wissen, dass wir aufpassen müssen, dürfen nicht in Konter laufen“, meint Hoffmann, der nach langer Verletzungspause am Sonntag erstmals in der RB-Startelf stehen wird. An seine Rolle als Abwehrchef muss sich der 24-Jährige erst noch gewöhnen. „Ich weiß, dass ich konstante Leistungen bringen muss, das will ich beweisen.“
Premiere für drei Neuzugänge Wallner, Wisio und Hoheneder
Die rund 5000 erwarteten Zuschauer dürfen sich vor allem auf den ersten Auftritt der drei Neuzugänge freuen. Der österreichische Ex-Nationalspieler Roman Wallner, der in der Winterpause von RB Salzburg an die Pleiße kam, ist neben Daniel Frahn im Angriff gesetzt. Der Pole Tomasz Wisio wird den an der Achillessehne verletzten Umut Kocin auf der linken Abwehrposition vertreten. Und Niklas Hoheneder – Neuzugang vom Karlsruher SC – macht Fabian Franke in der Innenverteidigung Konkurrenz.
„Die Jungs sind absolut kompatibel, sie haben sich schnell integriert“, meint Hoffmann. „Alle drei sind super aufgenommen worden“, berichtet auch Coach Pacult. „Aber der Konkurrenzkampf im Kader ist natürlich noch größer geworden. Jeder Spieler gibt Gas und drängt sich auf.“
Wenn Tabellenführer RB am Sonntag in Normalform aufläuft, sei der Tabellen-13. „schlagbar“, ist der Trainer überzeugt. Im Hinspiel gab es einen
klaren 3:1-Sieg für die Bullen
. Dass die Leipziger nach der Absage beim Hamburger SV II in der Vorwoche mit einem Heimspiel in die Rückrunde starten können, sieht Pacult nicht als besonders großen Vorteil. „Wir nehmen die Situation, wie sie ist. Wir hätten letzte Woche auch gerne in Hamburg gespielt.“
Pacult will Siege in der Vorbereitung nicht überbewertenDie guten Ergebnisse in der Vorbereitung –
zuletzt schlugen die Roten Bullen Drittligist Carl Zeiss Jena im Test 3:2
– sind für Pacult kein echter Gradmesser. „Das sind zwei verschiedene Paar Schuhe. Vorbereitung ist Vorbereitung. In der Meisterschaft haben wir jetzt wieder einen ganz anderen Druck.“
Das weiß auch Tomasz Wisio, der vom griechischen Erstliga-Club Diethnis Enosis Ergotelis zu RB wechselte. Die Red-Bull-Arena habe er bisher noch nicht von innen gesehen, erzählt der 30-jährige Abwehrrecke. „Sonntag ist Premiere.“ Es soll eine erfolgreiche werden.