RB Leipzig
Leipziger Polizei ermittelt gegen Kieler Fans – Pyrotechnik beim Spiel in der Red Bull Arena
mpu / dpa
Foto: Christian Nitsche
Kurz nach der Halbzeit zündeten Kieler Fans in der Red Bull Arena Pyrotechnik.
Leipzig. Nach dem Polizeieinsatz beim Regionalligaspiel Rasenballsport Leipzig gegen Holstein Kiel am Sonntag ermitteln die Behörden gegen eine Kieler Fangruppe. Die Anhänger der Störche sollen einen Reisebus demoliert, Pyrotechnik gezündet und gewalttätig gegen die Ordner in der Red-Bull-Arena vorgegangen sein.
Wie Polizeisprecher Uwe Voigt gegenüber LVZ-Online sagte, soll die etwa 30 Personen starke Formation schon im Vorfeld der Partie den Reisebus beschädigt haben. Dabei habe es sich offenbar um das Fahrzeug gehandelt, mit dem sie selbst in die Messestadt zum Spiel gereist waren. „Kurz nach der Halbzeitpause kam es dann im Kieler Fanblock zum massiven Abbrennen von Pyrotechnik und körperlicher Gewalt gegen Ordner, die das unterbinden wollten“, sagte Voigt. Daraufhin hätte die Polizei eingegriffen, die Gruppe aus dem Stadion gebracht und bis zum Hauptbahnhof begleitet.
Kiels Trainer Thorsten Gutzeit distanzierte sich nach dem Spiel von dem Geschehen auf den Rängen: „Ich möchte die gar nicht als Fans bezeichnen. Es ist eine Schande. So etwas gehört nicht ins Stadion.“ Insgesamt waren etwa 300 Fans von Kieler Förde unter den mehr als 16.000 Zuschauern im Stadion.
Bei der Leipziger Polizei wurde noch am Sonntag Anzeige wegen Hausfriedensbruchs, Sachbeschädigung, Widerstands und Körperverletzung gestellt, hieß es. Am Montag wurden die Ermittlungen gegen die Gruppe intensiviert. Die Leipziger Polizei will dabei auch mit Kollegen aus Schleswig-Holstein zusammenarbeiten.
© LVZ-Online, 14.11.2011, 13:49 Uhr