SG Leutzsch
Eilenburg setzt SGL mit Doppelschlag unter Druck – Engel: "verdiente Niederlage"
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Foto: Christian Nitsche
Kevin Rienaß (l., SGL) am 4. Dezember 2011 im Spiel gegen Toni Miszler vom FC Eilenburg.
Leipzig. Mit den erhofften zwei Heimspielsiegen vor der Winterpause wird es nun nichts mehr bei der SG Leipzig Leutzsch. Die Mannschaft von Trainer Dirk Havel verlor am Sonntagnachmittag im Alfred-Kunze-Sportpark gegen den FC Eilenburg mit 2:3 (1:3) und hat sich damit in den zurückliegenden sechs Spielen lediglich fünf Punkte erarbeiten können.
Die Partie vor 368 Zuschauern begann mit einem Doppelschlag der Gäste. Die Tore von Christopher Blümel (4. Minute) und Mirko Dietrich (6.) setzten die ambitionierten Gastgeber gleich zu Beginn unter Zugzwang. "Die ersten zwanzig Minuten waren einige Spieler wohl noch im Tiefschlaf", kritisierte SGL-Vorstandssprecher Jamal Engel.
Zwar konnte die SG mit Andy Müllers Strafstoßtor in der 18. Spielminute kurzzeitig anschließen. Der Hoffnungsschimmer währte allerdings nur kurz. Bereits eine Minute später traf Eilenburgs Rene Winkler zum 1:3-Pausenstand.
In der zweiten Halbzeit kam lange nichts Zählbares auf dem Leutzscher-Grün zustande, obwohl sich Leutzsch deutlich spielstärker präsentierte. Bis zur 84. Minute, als der für Gregor Spitzke eingewechselte Nicolai Schröer den 2:3 Anschlusstreffer erzielte. Ergebniskosmetik, denn aufholen konnte die SG die frühe Doppel-Führung der Eilenburger nicht mehr. "Ab der 55. Minute waren wir die dominierende Mannschaft, aber es hat leider nicht gereicht. Wir haben einfach mit zu wenig Durchschlagskraft und ideenlos gespielt. Deshalb war die Niederlage auch verdient", so Engel.
Die SG LL (23 Punkte) steht nach der Niederlage auf dem sechsten Rang der Wernesgrüner Sachsenliga, der FC Eilenburg mit drei Zählern weniger auf dem zehnten Tabellenplatz.
Am kommenden Sonntag (13.30 Uhr) kann sich die SG gegen den SV Merkur 06 Oelsnitz die letzten Heimspielpunkte vor der Winterpause sichern. Die Oelsnitzer haben zurzeit nur einen Punkt Luft zur Abstiegszone. "Man sollte keinen Gegner unterschätzen. Jeder kann jeden schlagen, das haben wir heute gesehen", warnte Engel. Die Mannschaft müsse in einer Woche einfach das abrufen, was sie kann: temporeichen und präzisen Fußball spielen. "Dann wird das auch was mit den drei Punkten."
© LVZ-Online, 04.12.2011, 16:15 Uhr