SG Leutzsch
SG Leutzsch trifft auf ehrgeizigen Gegner – Gäste bringen Ex-Bundesligaprofi mit
Matthias Roth
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Spielt inzwischen für Hohenstein-Ernstthal: Sebastian Helbig.
Leipzig. Gerade erst aufgestiegen und schon die nächste Liga im Blick. Der VfL Hohenstein-Ernstthal will in die Oberliga. „Bis 2015 ist das unser Ziel“, sagt Vorstandschef Heiko Fröhlich. Vorstand und Sponsoren haben gerade signalisiert, die nächsten vier Jahre weiter dem Verein die Treue zu halten. Sportlich muss sich die Mannschaft von Trainer Sven Günther zunächst in der Landesliga etablieren. Dort führt der Weg am kommenden Sonntag nach Leipzig zur SG Leutzsch. Anpfiff ist um 14 Uhr im Alfred-Kunze-Sportpark.
Die Gäste nehmen das Spiel ernst und haben ihre Gegner sogar zweimal beobachtet. „SGL-Trainer Dirk Havel ist ein absoluter Ligakenner“, meint Fröhlich. Vor allem die ehemaligen Spieler aus der zweiten Mannschaft des FC Sachsen, die nun für die SGL auflaufen, sind in Hohenstein-Erntthal bekannt. „Das wird schwierig für uns“, glaubt der Vereinschef.
Dennoch: Auch der VfL hat sich mit seinem 120.000 Euro Etat nach dem Aufstieg aus der Bezirksliga verstärkt. Roy Blankenburg wurde von Germania Halberstadt verpflicht. Ein besonderer Coup ist den Verantwortlichen mit Sebastian Helbig gelungen. Der frühere Profi bei Cottbus, Köln und Aue hat sich privat am Sachsenring niedergelassen. Nach zwei Jahren in der Fußballerrente ist der 34-Jährige nun zurück auf dem Platz. „Er hat zwar noch einige Kilo zuviel auf den Rippen, mit seiner Erfahrung tut er uns aber gut“, glaubt Fröhlich.
Bis zur Winterpause wollen die Westsachsen 25 Punkte sammeln, in der gesamten Saison soll die Mannschaft nicht mehr als 35 Gegentore kassieren. Einen genauen Tabellenplatz will Fröhlich nicht als Ziel fordern. Dafür bastelt der Vorstand weiter an der Infrastruktur. Gerade wurden im Stadion 200 Tribünenplätze geschaffen. 16 Mannschaften hat der VfL derzeit im Spielbetrieb, davon fünf Männerteams. Die A-, B- und C-Jugend spielen in der Landesliga. Für seine Nachwuchsarbeit ist das frühere Stahl Hohenstein-Ernstthal bekannt. Der spätere DDR-Nationalspieler Hans-Uwe Pilz begann dort seine Karriere, wechselte später zu Sachsenring Zwickau.
Zu den Heimspielen kommen regelmäßig 300 bis 500 Zuschauer. Was möglich ist, hat der VfL 2008 erlebt. Das Aufstiegsspiel zur Landesliga sahen damals 2500 Fans.
© LVZ-Online, 26.08.2011, 16:17 Uhr