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Leipzigs Biergärten im Test: Glashaus – Klassiker im Clara-Zetkin-Park
Florian Funk
Foto: Florian Funk
Entspannte Atmosphäre im Glashaus in Mitten des beliebten Clara-Zetkin-Parks.
Am Wochenende bei perfektem Wetter kann es schon mal eine Weile dauern, bis man im Gewusel der Gäste einen freien Tisch entdeckt - das Glashaus gehört zu den Klassikern unter Leipzigs Biergärten. Schon zu DDR-Zeiten konnte man sich hier im Freien niederlassen und bis heute ist es zentrale Anlaufstelle für Ausflügler, Spaziergänger und letztlich alle, die einen sonnigen Tag im Park genießen wollen.
Besonders groß ist der Andrang, wenn bei Sportveranstaltungen wie der Fußball-WM die Leinwand zum Public Viewing aufgestellt wird oder die gegenüberliegende Parkbühne an Konzertabenden in Hörweite gerät und Musikfreunde anlockt, die auch ohne Eintrittskarte ein paar Töne erhaschen wollen.
Atmosphäre
Hier ist man vollständig im Grünen, scheinbar weit entfernt von allem Städtischen, umgeben von weitläufigen Rasenflächen, alten Bäumen und in der Saison blühen die Rhododendronbüsche. Der Freisitz ist großzügig angelegt, auf der einen Seite vom Restaurantgebäude mit seinen großen Fenstern flankiert, öffnet er sich zur anderen Seite übergangslos zum Park.
Speisen und Getränke
Eigentlich sind es zwei Freisitze, die sich hier vereinen. Zum einen gibt es die große Terrasse des Glashaus-Restaurants. Hier sitzt man auf Gartenstühlen an kleinen Tischen und wird von der Bedienung bewirtet. Auf der umfangreichen Karte findet sich neben einer breiten Getränkeauswahl ein Speisenangebot, das einem Restaurant gerecht wird. Suppen, Vorspeisen, Salate, Pasta und Desserts gehören dazu, bei den Hauptgerichten kann zwischen Fleisch, Fisch und vegetarischen Gerichten gewählt werden. Zudem wird Frühstück angeboten und sonntags ist Brunch. Rustikaler geht es im nahtlos angrenzenden Biergarten zu. Hier ist Selbstbedienung angesagt. An der kleinen Gartenhütte bekommt der Besucher frisch gezapftes Bier und alkoholfreie Getränke und setzt sich mit Steak, Bratwurst oder Bulette vom Grill an einer Biergarnitur nieder.
Publikum
Der Büroangestellte, der auf seinem Heimweg von der Stadt in die westlichen Stadtteile noch ein Feierabendbier trinkt oder die Studenten, die eben im Park Frisbee gespielt haben und sich jetzt mit einer Bratwurst stärken, die Wandergruppe, die eine Pause einlegt - sie alle finden sich hier ein. Radfahrer in Trikots, die sich nach der Tour erfrischen sitzen neben der jungen Familie, deren Kinder auf den Wiesen umher hüpfen, das Rentnerehepaar auf dem Abendspaziergang gönnt sich ein Abendessen und dem Hund ein Schälchen Wasser. Das Publikum ist breit gefächert.
Anreise
Bei der Lage Mitten im Park ist es in der Natur der Sache, dass man hier nicht mit dem Auto vorfahren kann und auch kein öffentliches Verkehrsmittel halt macht. Am besten kommt man zu Fuß oder nimmt das Fahrrad. Wenn es doch das Auto sein muss, besteht die Möglichkeit einen Parkplatz entlang des Rennbahnweges zu suchen oder in der Karl-Tauchnitz-Straße beziehungsweise im angrenzenden Wohngebiet.
© LVZ-Online, 22.06.2011, 09:43 Uhr