Wissenswertes
Kleine Kräuterkunde
Isabel Oelsner
Foto: Volkmar Heinz
Ein eigener Kräutergarten ist der Traum eines jeden Hobbykochs.
Feine Kräuter verleihen jedem Gericht eine besondere Note. Besonders lecker wird es, wenn man die Kräuter ganz frisch aus dem heimischen Kräutertopf oder Kräutergarten selbst ernten kann. Unser kleines Kräuterlexikon verrät Ihnen, welche Kräuter zu welchem Gericht passen und welche geheimen Kräfte sie neben ihrem Geschmack außerdem in sich tragen.
Die richtige Pflege
Damit die selbst gesäten Kräuter auch gut gedeihen, brauchen sie nicht nur reichlich Wasser, sondern auch ein sonniges Plätzchen. Am Besten eignet sich die Fensterbank auf der Südseite. Gedüngt werden wollen die kleinen Pflänzchen nur ungern, normale Erde mit ein wenig Sand durchmischen reicht oftmals schon aus. Das macht die Erde durchlässiger und vermeidet Staunässe.
Kleines Kräuterlexikon
Basilikum: Der erfolgreichste Newcomer unter den Kräutern. In fast jeder Küche findet sich heutzutage ein Töpfchen des feinen Krautes, ob als Dekoration oder für den frischen Kräuternachschub. Die mediterane Geschmacksnote verleiht den Speisen einfach und schnell einen Hauch Urlaubsflair. Neben den klassischen Einsatzgebieten als Basilikumpesto oder zu Tomate-Mozzarella ist das Basilikum auch ein kleines Wundermittel gegen Bauchkrämpfe oder Magen-Darm-Verstimmungen.
Schnittlauch: Die unterschätzte Berühmtheit. Der Schnittlauch gehört zu der Gattung der Zwiebeln, was man seinem zarten Geschmack auch anmerkt. In feine Ringe geschnitten, kann er sowohl in Suppen oder Salaten, als auch auf frischem Brot mit Butter und Salz genossen werden. Das schnellwachsende Kraut ist nicht nur verdauungsfördernd, ihm wird auch eine desinfizierende Wirkung nachgesagt.
Petersilie: Der unangefochtene Klassiker unter den Küchenkräutern. Petersilie lässt sich überaus vielseitig einsetzen und ist wahrscheinlich deshalb der absolute Liebling der Deutschen. Aber die Petersilie ist nicht nur für seinen feinen Geschmack bekannt, sie ist ungekocht auch ein wahres Wunderwerk an Mineralstoffen und Vitaminen. Wer das Kraut häufig schneidet, erntet rasch neue Petersilie.
Dill: Geliebt oder gehasst - beim Dill scheiden sich die Geister. Das schnellwachsende Kraut war früher sehr beliebt und wurde wahrscheinlich wegen seines raschen Wachstums häufig verwendet. Wie bei der Petersilie lautet der Grundsatz: wer viel schneidet, erntet auch viel. Besonders beliebt ist der Dill bei Fisch- und Gemüsegerichten.
Oregano: Sommer und Sonne in seiner schönsten Form. Der beliebte Oregano ist das ideale Gewürz um Gerichten ein mediteranes Flair zu verleihen. Ob auf der Pizza, zur Pasta und zu allen italienischen Gerichten, das aromatische Kraut vermittelt Urlaubsfeeling pur. Frisch getrockenter Oregano verbreitet einen besonders intensiven Duft.
© LVZ-Online, 01.02.2011, 15:42 Uhr