Wissenswertes
Spargel leicht gemacht: Hilfreiche Tipps für Kauf, Zubereitung und Verzehr
Julia Wick, Eva Neumann
Foto: Wolfgang Zeyen
Beim Kauf, bei der Zubereitung und auch beim Verzehr gibt es einige Dinge, die es zu beachten gilt, um die Stängel in voller Breite genießen zu können.
Frischen Spargel können Sie gleich an mehreren Eigenschaften erkennen. Zum einen sind die Stangen sehr fest, schwer biegsam und dafür leicht zu durchbrechen. Des Weiteren quietscht frischer Spargel, wenn man ihn aneinander reibt und die Stängelenden dürfen nicht bräunlich verfärbt oder ausgetrocknet sein. Außerdem sollte beim Kauf darauf geachtet werden, dass der Stängel über seine gesamte Länge gleichmäßig dick ist. Damit das Gemüse möglichst einige Tage schön frisch bleibt, können Sie die Stangen in ein feuchtes Küchentuch einwickeln und ihn möglichst gekühlt aufbewahren. Von der weitverbreiteten Methode des Wässern sollten Sie absehen, da der Spargel auf diese Art wertvolle Inhaltsstoffe und seinen eigenen Geschmack verliert.
Auch für die Zubereitung von Spargel gibt es wichtige Tipps. Nach dem gründlichen säubern und putzen der Stangen, ist das Schälen der erste große Schritt. Besonders eignen sich direkte (Doppel-)Spargelschäler oder der handelsübliche Kartoffelschäler. Aber auch das klassische Küchenmesser erfüllt seine Pflicht. Bei grünem Spargel reicht es, die Enden zu beschneiden, bei weißen und violetten Stangen hingegen ist es wichtig, den kompletten Stängel zu schälen. Zunächst muss das Edelgemüse immer von oben nach unten, vom Kopf bis zum Ende, geschält werden. Profiköche halten den Stangenkopf dafür mit Daumen und Zeigefinger fest, sodass das Ende auf dem Unterarm sicher aufliegt und die Stange nicht brechen kann. Wichtig dabei ist, möglichst gleichmäßig die Haut abzuziehen und nach unten hin nicht dicker zu werden. Anschließend sollten bei allen Sorten die holzigen Enden entfernt werden. Dabei reicht bei guter Qualität meist eine Fingerbreite aus.
Foto: Wolfgang Zeyen
Nach dem Schälen kommt das Kochen: Aber in einem normalen Kochtopf haben die langen Stangen meist kaum Platz, weshalb die zarten Köpfe leicht zerkochen, matschig werden oder sogar abbrechen. Im Handel gibt es dafür inzwischen eine praktische Alternative: der Spargeltopf. Die Stangen werden hier in einen siebartigen Einsatz hineingestellt, so dass die Köpfe aus dem Wasser ranken und stattdessen schonend im Dampf gegart werden. Klassisch wird Spargel in Salzwasser mit einer Prise Zucker und nach Belieben mit einem kleinen Stückchen Butter zubereitet. Was die Länge der Kochdauer angeht, haben Küchenprofis einen Tipp: „Wenn sich der untere Teil leicht zwischen Daumen und Zeigefinger drücken lässt, ist der richtige Zeitpunkt, den Spargel aus dem Wasser zu nehmen."
Schlussendlich gibt es dank Knigge auch Hinweise, wie Spargel am Besten verzerrt werden sollte. Während die Stangen früher überwiegend mit den Händen verspeist wurden, ist es heute doch eher Sitte, Messer und Gabel zu verwenden. Grundsätzlich sollte das Messer dabei wirklich nur zum Schneiden, auf keinem Fall zum Schieben der Speisen verwendet werden. Und auch ein passender Wein zum Spargelgericht gehört in vielen Restaurants mittlerweile zum guten Ton. Weißweine gelten dabei unter Experten als besonders empfehlenswert, grundsätzlich ist aber alles erlaubt und der persönliche Geschmack entscheidet.
© LVZ-Online, 23.05.2011, 15:35 Uhr