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Ideal ist, wenn das Fleisch mürbe und weich ist. Verbraucher sollten deshalb im Laden auf sehr gut abgehangene Stücke achten, ebenso auf kleine Fettablagerungen. Diese Marmorierung trägt wesentlich zum Steak-typischen Geschmack bei. Fettränder werden nach dem Braten abgeschnitten.
Ein Steak ist üblicherweise ein Fleischstück vom Rind. Bekannte Zuschnitte sind Filet- und Rumpsteak, T-Bone, Rib-Eye, Sirloine, Chateaubriand oder Entrecote. Sie unterscheiden sich nach Dicke, Größe und dem Rinderteil, aus dem der Metzger sie schneidet. In Deutschland werden bevorzugt „feinfaserige, schöne Stücke aus dem Nacken, dem Rücken und der Hüfte" verarbeitet, erläutert Gero Jentzsch vom Deutschen Fleischerverband in Frankfurt. Gängig sind Steaks von der Färse. Steaks vom Jungbullen werden oft im Supermarkt angeboten.
Das Rumpsteak stammt aus dem Rücken der Tiere, das Entrecote saß einmal zwischen den Rippen, das edle Filet ebenso wie das Chateaubriand an den Lenden. Der Knochen des T-Bone ähnelt einem T, während im Rib-Eye ein Fettauge deutlich sichtbar ist. Der handtellergroße Bruder des T-Bone heißt Porterhouse - mit diesen bis zu sechs Zentimeter dicken und oft mehr als ein Kilo schweren Brocken sollen sich früher Londoner Lastenträger gestärkt haben.
Das Filet ist Jentzsch zufolge das bekannteste und gleichzeitig teuerste Stück. Es ist vor allem bei Frauen beliebt, weil „kein Fett sichtbar" ist und es zudem relativ klein ausfällt. Generell sollten Steaks jedoch nicht knapp bemessen werden. Niemals so dünn wie Schnitzel kaufen, heißt es unter Kennern. Zwei Zentimeter Dicke sollten es sein. Bei dünnen Stücken besteht das Risiko, dass das Kurzgebratene so hart wie eine Schuhsohle wird.
Vor der Zubereitung sollte das Stück bis zu einer Stunde bei Zimmertemperatur abgedeckt liegen. Es direkt aus dem Kühlschrank zu verarbeiten, sei der „größte Fehler des Kunden und der Tod des Fleisches", sagt Linda Sallin, die Fleischereipersonal in der Kundenberatung schult. Zum Abdecken eignet sich Küchenpapier. Ungeeignet sei Alufolie, weil die Säure des Fleischs mit der Folie oxidiert. Das Fleisch wird unter lauwarmem Wasser abgespült und trocken getupft. So kommt es in der Pfanne direkt mit dem heißen Fett in Kontakt, sodass die Faserenden sich schnell schließen: Wenn Saft herausfließt, wird das Fleisch zäh.
Sallin lässt das Steak auf höchster Stufe eine Minute pro Seite anbraten. Es darf an der Pfanne kleben bleiben, bis es eine braune Kruste bekommt und sich von alleine löst. Anschließend wird die Hitze reduziert. Wie lange es weiter brät, hängt zum einen von der Dicke ab, zum anderen ist es Geschmackssache.
„Eine Minute pro Zentimeter ist englisch" oder „blutig". Das vermeintliche Blut ist aber nur Fleischsaft. Ein Trick hilft zu prüfen, ob englisch, medium oder well done - also durch - gegart ist: Einfach mit dem Daumen auf das Steak drücken. Ganz weich bedeutet „englisch", mehr Widerstand „medium", viel Widerstand „well done". Vor dem Servieren sollte das Steak kurz nachziehen, am besten im Backofen. Angerichtet wird es klassisch mit Zwiebelringen, Champignons, einer reduzierten Soße oder mit Paprika-Chili-Würfeln.
Im Sommer bevorzugen die meisten Fleischliebhaber ein Steak vom Grill. "95 Prozent der Leute grillen direkt über der Glut, da ist ein dünnes Steak recht, weil es sehr schnell geht", sagt Harald Hölzer, Metzgermeister in Obertshausen (Hessen) und Geschäftsführer der German Barbecue Association (GBA). „Wenn ich indirekt - die Kohle rechts und links, das Fleisch in der Mitte - im Luftstrom grille, kann das Steak dicker ausfallen." Hölzer schlägt vor, gut abgehangenes Fleisch einen Tag lang in einer Marinade aus Öl, Pfeffer, Knoblauch und Kräutern einzulegen. Bevor es auf den Rost kommt, ist es mit einem Küchentuch zu trocknen, die Kräuter sind zu entfernen. Unmittelbar nach dem Grillen wird gesalzen. Das Fleisch wird in der Mitte angegrillt, nur einmal gewendet und am Rand „gar gezogen".
Ungeduld gehört laut Hölzer zu den gröbsten Fehlern beim Steak-Grillen. Das Ergebnis: „Das Steak schmeckt nach Anzünder." Der richtige Moment zum Fleischauflegen ist gekommen, sobald die Kohle von einer weißen Ascheschicht überzogen ist. Ein weiter Fehler ist zu große Hitze: Das Fleisch wird außen schwarz und bleibt innen roh. Ein Tabu ist auch das Ablöschen mit Bier. Wer das Bier-Aroma mag, mariniert das Fleisch zuvor in Gerstensaft. Kenner bevorzugen das Steak vom Holzkohle-Grill und Fleisch pur - ohne Ketchup, Dips oder Ähnliches.