Leipzig. Der dänische Spielfilm "Das Fest" von Thomas Vinterberg erregte Ende der 1990er Jahre in der Kinowelt großes Aufsehen. Nicht nur, dass der Streifen einer der ersten im Sinne der Richtlinen des "Dogma 95" war, das sich gegen Wirklichkeitsentfremdung und Effekthascherei im Kino wandte. Die im Film erzählte Geschichte einer verstörenden Familienfeier zog das Publikum in den Bann. Mittlerweile ist Vinterbergs Erfolgfilm auch als Bühnenversion im Leipziger Centraltheater in einer Inszenierung von Martina Eitner-Acheampong zu sehen.
"Die Familie gewinnt immer", hat Regisseur Thomas Vinterberg einst über seinen Film gesagt. Seine in "Das Fest" erzählte Geschichte bringt diese These zumindest an den Rand des Scheiterns. Helge, Oberhaupt eines großen dänischen Familienclans, feiert hier seinen 60. Geburtstag in einem Landhotel. Obgleich der Schatten des kürzlichen Selbstmordes seiner Tochter Linda auf den Feierlichkeiten liegt, beginnt alles vorerst wie geplant.
Seine übrigen, inzwischen erwachsenen Kinder reisen mit samt ihren Familien an und man bereitet sich vor, mit dem Gastgeber zu feiern. Als der älteste Sohn Christian beim Essen zum Toast auf den Vater ansetzt, gerät das vermeintlich idyllische Familienbild allerdings in arge Schieflage. Christian beschuldigt Helge seine verstorbene Schwester und ihn viele Jahre lang sexuell missbraucht zu haben. Die Festgesellschaft bezichtigt Christian der Lüge, doch dann untermauern immer mehr Details und der Abschiedsbrief der verstorbenen Linda die erhobenen Anschuldigungen.
"Das Fest" wird am 13. November und am 10. Dezember aufgeführt. Beginn ist jeweils um 19.30 Uhr Internet:
www.centraltheater-leipzig.de