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Oscars für Natalie Portman und Colin Firth - Opossum Heidi hat sich als Orakel bewährt
dpa
Foto: Screenshot: youtube.com
Heidi tippt auf Colin
Hollywood/Leipzig. Das schielende Opossum Heidi hat mit seinen Vorhersagen zu den Oscar-Gewinnern Recht behalten - zumindest teilweise. Die Beutelratte aus dem Leipziger Zoo hatte im Vorfeld auf Colin Firth als besten Hauptdarsteller und Natalie Portman als beste Schauspielerin getippt. Tatsächlich gewannen beide in der Nacht zu Montag eine der begehrten goldenen Trophäen.
Unrecht hatte Heidi, der derzeit wohl angesagteste deutsche Star in den USA, aber beim besten Film. Die schielende Opossum-Dame hatte einen Sieg für das Bergsteigerdrama „127 Hours“ vorhergesagt. Tatsächlich gewann aber „The King’s Speech“ mit der wahren Geschichte um den stotternden englischen König George VI., den Vater von Königin Elizabeth II.. Regisseur Tom Hooper erhielt auch den Regie-Preis und die sensibel erzählte Geschichte wurde für das beste Original-Drehbuch
ausgezeichnet.
Beste Nebendarsteller wurden Melissa Leo und
Christian Bale, die beide in dem Boxer-Drama „The Fighter“ spielen. Der
Thriller „Inception“ wurde mit insgesamt vier Oscars ausgezeichnet, für
den Facebook-Film „The Social Network“ gab es drei Preise.
Moderiert
wurde die weltweit im Fernsehen übertragene Gala von den Schauspielern
Anne Hathaway und James Franco: Sie führten locker und fröhlich durch
die Zeremonie.
Die in Nebenkategorien nominierten deutschen
Oscar-Kandidaten gingen in diesem Jahr leer aus. Der in Frankfurt
geborene Komponist Hans Zimmer war mit seiner Musik zu „Inception“ ins
Rennen gegangen. Auch die Trickfilmer Jakob Schuh und Max Lang gingen
leer aus. Die Filmemacher aus Ludwigsburg in Baden-Württemberg waren mit
ihrem Werk „Der Grüffelo“ in der Kategorie bester animierter Kurzfilm
nominiert. Für die besten Spezialeffekte wurden die
Computer-Spezialisten von „Inception“ ausgezeichnet - und nicht der
Deutsche Stephan Trojanski, der an Clint Eastwoods Drama „Hereafter“
beteiligt war.
Heidi war in der vergangenen Woche im US-Fernsehen als Oscar-Orakel aufgetreten. In der „Jimmy Kimmel Live!“-Show des Senders ABC wurde an drei Abenden das Opossum gezeigt, wie es seine Pfote vor verschiedenen Schauspielern und den nominierten Filmen hob. Dies wurde jeweils als Vorhersage gewertet. Die amerikanischen Fernsehmacher hatten extra ein Kamerateam nach Leipzig geschickt, um Material für die Show zu drehen.
© LVZ-Online, 28.02.2011, 07:53 Uhr