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Weill-Fest: 76 Prozent der Karten sind verkauft
dpa
Foto: © Büro Michael Schöbel
Helen Schneider und andere Künstler sorgen schon im Vorfeld für großen Andrang auf Tickets für das Kurt Weill Fest 2010.
Dessau-Roßlau. Zweieinhalb Wochen vor Beginn des Kurt- Weill-Festes in Dessau-Roßlau sind 76 Prozent der Karten verkauft. Für die Auftritte der Sängerinnen Helen Schneider und Annamateur sowie der Berlin Comedian Harmonists gebe es bereits keine Karten mehr, sagte Festival-Sprecherin Maria Schenderlein am 7. Februar.
Das 18. Weill Fest ist das erste unter der Intendanz von Michael Kaufmann (48) und steht unter dem Motto „New art is true art“ (Neue Kunst ist wahre Kunst). Das Programm wurde noch von Kaufmanns Vorgänger Clemens Birnbaum (46) zusammengestellt.
Zwei moderne Auftragswerke werden auf dem Festival (26. Februar bis 7. März) in Weills Geburtsstadt uraufgeführt. Der in Berlin geborene Komponist Helmut Oehring (48) verbindet in seinem Werk „Die Wunde Heine“ Gedichte von Heinrich Heine mit seiner eigenen Musiksprache. Moritz Eggert (44) komponierte das Werk „Bordellballade - Ein Dreigroscherlnstück“. In beiden Fällen steht das 1927 uraufgeführte Mahagonny Songspiel von Weill und Brecht Pate.
Zum Festivalprogramm zählen Konzerte, Filmvorführungen und satirische Aufführungen. Auf den Bühnen der Geburtsstadt des Komponisten Kurt Weill (1900-1950) stehen etwa die weltweit gefeierte Mezzosopranistin Angelika Kirchschlager, die niederländische Mezzosopranistin Riccarda Wesseling und der Pianist und Komponist Thilo Wolf. Das Motto „New art is true art“ ist der Titel eines Liedes aus Weills erfolgreichstem Broadway-Musical „One Touch of Venus“ (Eine Berührung von Venus), das als szenische Produktion am Anhaltischen Theater aufgeführt wird.
© LVZ-Online, 08.02.2010, 18:56 Uhr