Mit 14 Neubestätigungen wird das LineUp des diesjährigen Highfield Festivals um die Foo Fighters, Thirty Seconds To Mars und Seeed ausgebaut. Vom 19. bis 21. August stehen auf den Bühnen am Störmthaler See nun auch Odd Future Wolf Gang Kill Them All, Face To Face, Pantéon Rococó, Royal Republic, Blumentopf, Thees Uhlmann & Band, Blood Red Shoes, Underoath, The Bronx, Veara, Karnivool, Twin Atlantic, The Menzingers und Cults.
Die Neubestätigungen in alphabetischer Reihenfolge:
Foto: FKP Scorpio
Auch die Blood Red Shoes haben für das Highfield 2011 zugesagt.
Blood Red Shoes
Die beiden Briten Laura-Mary Carter und Steven Ansell sind, was die Verbindung von Rock und Punk mit Popappeal angeht, unschlagbar. Mit ergreifenden und einfachen Songstrukturen sind Blood Red Shoes unglaublich überzeugend und schaffen eine Intensität, die sowohl bei Wohnzimmerkonzerten oder auch als Support von Rage Against The Machine vor großem Publikum überwältigend ist. In Sachen Drive, Dynamik und Aggressivität kommt kaum einer gegen sie an, diese Leidenschaft steckt an.
Blumentopf
Blumentopf sind mittlerweile eine feste Größe in der hiesigen Musiklandschaft und das sogar auch weit über veraltete Genregrenzen hinaus. Nicht nur wegen unzähliger Headliner-Shows auf renommierten Festivals, ausverkauften Clubkonzerten und Tourneen. Auch ihre fünf Longplayer, von denen sich die letzten beiden in den Top Ten der deutschen Album-Charts platzierten, bedeuteten einen mehr als vielversprechenden Erfolg für die fünf Münchener. Dieses Jahr geht der Topf dieses Jahr wieder auf Sendung, „denn der Topf ist im Haus und hört nicht auf, wir sind auf Partysafari!“
Cults
Cults sind die neuesten Vertreter des 60er-Jahre-Pop – und dabei auch noch die Besten dieses speziellen Genres. Aber wer nur sind Cults? Das Duo macht es dem potenziellen Fan nicht ganz einfach, denn sie machen aus sich ein kleines Geheimnis. Keine MySpace-Seite, keine großes Informationen im Internet, nichts… Kein Wunder! Sind Cults doch einfach so schnell bekannt geworden, dass sie bis jetzt schlicht und einfach keine Zeit hatten, viel über sich selbst verraten zu können. Als die beiden Ihre Songs – als Spaß geschrieben für Freunde – online stellten, wussten sie nicht, was tatsächlich daraus werden kann. Beide sind 21 Jahre alt, kommen aus San Diego und studieren Film in New York. Außerdem sind sie ein Paar und dazu noch ziemlich sympathisch.
Face To Face
Klassischer Punk-Rock aus Victorville, Kalifornien – das charakterisiert Face To Face am besten. Die schon seit 1991 bestehende Band löste sich zwar zunächst Ende 2003 auf, kündigte 2008 jedoch ihre Reunion an und begeistert in der Folgezeit ihr Publikum, als wäre sie nie getrennt gewesen. Auf der Bühne schaffen es Trever Keith, Scott Shiflett und Pete Parada immer wieder ihr Publikum mitzureißen und zum Pogo-Tanzen zu animieren. Wer Fan des gekonnten, geraden und unverschnörkelten Punk-Rock ist, darf sich Face To Face nicht entgehen lassen.
Foto: FKP Scorpio
Karnivool
Karnivool
Wie ein Tsunami kommen Karnivool auf den Festivalsommer zu. Ein fantastischer und einzigartiger Sound - ein virtuoser Rock zwischen Bombast und Experiment ohne sich dabei in ein Schema pressen zu lassen. Akzentuiert und einprägsam, gefühlvoll und präzise, jeder Song ist eine echte Punktlandung, die einem so schnell nicht mehr aus dem Kopf geht. Karnivool fesseln und verzaubern von einem Augenblick auf den anderen. Diese Band hat eine einzigartige Präsenz auf der Bühne und eine Garantie für ein Konzerterlebnis der etwas anderen Art.
Odd Future Wolf Gang Kill Them All
Odd Future Wolf Gang Kill Them All ist ein HipHop-Kollektiv mit einer gehörigen Portion Punkattitüde. Entgegen aller Klischess zeigt dieser kunterbunt zusammengemixte Haufen Teenager, dass man auch in Eigenregie musikalisch so einiges auf die Beine stellen kann. 2007 haben sie sich formiert und 2008 geben sie dann schon ihr selbsternanntes „ The Odd Future Mixtape“ zum Gratis-Download auf ihrem Blog frei. Laut, mit dreckigen Raps und mit gehörigem Selbstbewusstsein. So machen die elf auf sich aufmerksam. Elektro trifft HipHop und obendrauf gibt es eine punkrockartige Liveshow. Man darf auf eine geballte Ladung von diesem ganz speziellen Sound gespannt sein.
Pantéon Rococó
Seit ihren ausgedehnten Touren durch Europa in den letzten zehn Jahren, sind die in bis zu 12-köpfiger Besetzung auftretenden Rebellen aus Mexiko auch hierzulande ein fester Begriff, wenn es um Latin-Ska, Mestizo und Latino-Rock mit politischer Attitüde geht. Die dabei in Deutschland erworbenen Sprachkenntnisse lassen sie denn auch gerne in ihre Liedzeilen mit einfließen, ob in Form von Tanzaufforderungen oder politischen Parolen oder einem Cover von „Das Herz von St. Pauli“. Die musikalische Bandbreite Panteón Rococós reicht von ausgefeilten Cumbia-Stücken über Punkrock bis zu astreinem Ska. Und damit bringen sie zuverlässig feierwütige Menschenmassen zum Kochen. Ihr aktuelles Album "Ejército De Paz" (2010) knüpft erfolgreich dort an, wo seine Vorgänger aufgehört haben. Wie gewohnt servieren Panteón Rococó ein scharfes Mestizo-Gericht aus Latin, Ska und Punk.
Royal Republic
Hier kommt eine Band, die die Tür mit einem so mächtigen Knall auftritt, dass man sie kaum wieder vergessen wird: Mit einem Überfluss an Energie, dem gewissen Quäntchen Charme und einer ganzen Batterie von Songs, die sich direkt im Hörgang verankern, haben sich Royal Republic in Lichtgeschwindigkeit zu einem der begehrtesten und heißesten Newcomer in Schweden entwickelt und setzen nun an, den Rest der Welt mit ihrem tighten Draufgängerrock und Einflüssen aus Britpop, Punk und Funk zu erobern.
Foto: FKP Scorpio
Thees Uhlmann
Thees Uhlmann & Band
Wie Thees Uhlmann & Band? Richtig gelesen – der Hamburger veröffentlicht 2011 ein Soloalbum. Und nein, Tomte haben sich nicht
aufgelöst, es wurde nur mal Zeit für einen Silberling mit seinem Namen drauf. Wichtig zu erwähnen ist da noch, dass es sich klar und hörbar nicht um Tomte-Musik handelt, sondern um eine „Wall of Sound Big Band, Blues Harps, Springsteen-Klaviere, Chöre, Riffs, Soul, Staub und Schweiss!" (O-Ton Thees Uhlmann).
The Bronx
Die Bronx ist legendär für New York. Härte und Brutalität sind hier an der Tagesordnung. Mit bestem Hardcore Punk macht die kalifornische Band The Bronx diesem Ruf alle Ehre. Schmetternder Punkrock/Core sowie deutliche musikalische Einflüsse aus den 80er Jahren der kalifornischen Punkrockszene sind bezeichnend für diese Band. 2002 gründete sich The Bronx und seitdem veröffentlichten sie drei Alben - alle mit dem Titel „The Bronx“. Unterwegs mit The Distillers und Danko Jones erreichen sie mittlerweile in vielen Teilen Europas, Australiens und den USA Kultstatus. Die ironische und energiegeladene Show der Jungs macht jedes Konzert zum Erlebnis und versprüht eben doch ein gewisses „Bronx-Flair“.
The Menzingers
Pennsylvania, der kleine Staat im Osten der USA, hat mehr zu bieten als nur den Murmeltiertag. The Menzingers, die sich 2005 gründeten haben jetzt schon den Titel als Senkrechtstarter. Sie schaffen eben eine erfrischende Mischung aus Punkrock und Folktönen. Eigenständigen und ein wenig experimentellen Punkrock, dazu energiegeladene Melodien. Die Jungs schaffen es, aus den üblichen Schablonen auszubrechen und verlieren dennoch nicht den Grundtenor des Punkrocks. Mit ihrem ersten Album "A Lesson In The Abuse Of Information Technology" liefern sie den besten Beweis für ihr Können. The Menzingers bieten eine gelungene musikalische Mischung zwischen Authentizität und Sympathie, mit der nötigen Portion Punkrock, denn gute Laune und Sommerfeeling verbreiten sie allemal.
Twin Atlantic
Die vier Jungs aus Glasgow gehören eindeutig mit zum heißesten, was das Vereinigte Königreich zu bieten hat. Ihr erstes Album „Vivarium“ überzeugte schon wichtige Fachleute der Musikbranche, woraufhin Twin Atlantic große Helden wie die Smashing Pumpkins oder Biffy Clyro supporten durften. In diesem Frühjahr erschien ihr zweites Album „Free“ und dürfte dafür sorgen, dass viele Herzen höher schlagen. Schon jetzt kann man gespannt sein – nicht nur auf das neue Album.
Underoath
Dass es diese Kapelle überhaupt noch gibt, ist schon ein Wunder, und wer die unendlich vielen Besetzungs- und Instrumentenwechsel in den vergangenen zwölf Jahren ohne Spickzettel aufzählen kann, darf sich schon einmal bei „Wetten dass“ anmelden. Die Anzahl der verbliebenen Gründungsmitglieder liegt inzwischen bei null. Das tut dem Krach, den Underoath durch die Speaker blasen, aber keinen Abbruch, im Gegenteil: Die letzte Platte der sechs Jungs aus Tampa, Florida, gehört zum Besten, was die Band überhaupt veröffentlicht hat. Auch musikalisch hat sich in der Laufbahn immer wieder einiges verändert, vom Metal der Anfangstage über frickeligen Metalcore geht es auf „Ø (Disambiguation)“ ziemlich Post-Hardcore-mäßig zu. Heftig deftig, genau so und nicht anders. Immer noch mit christlichen Anklängen und Texten. Die Musik geht klar und gerade auf die Zwölf.
Veara
Veara aus Augusta, Georgia, macht großartigen Pop-Punk, der einen in die schönen alten Zeiten von American Pie zurückdenken lässt. Mit eingängigen Melodien, mehrstimmigem Gesang und eben allem, was Pop-Punk so ausmacht. Nach vielem Touren unterschrieben Veara Anfang 2010 endlich den langersehnten Plattenvertrag. Nach dem Sie Sum 41 letzten Herbst auf Tour begleitet haben, konnten sie sich auch hier eine kleine aber feine Fangemeinde aufbauen. Freu euch auf Pop-Punk zum mitgrölen!