Bildung
Neue Studie stellt Hochschulentwicklungsplan auf den Kopf – 36.000 mehr Studierende
aku
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Eine neue Prognose prognostiziert einen Anstieg der Erstsemesterzahlen in Sachsen bis 2015 von fast 20.000.
Leipzig. Eine neue Prognose der Studienanfängerzahlen in Sachsen bringt die Landesregierung in Erklärungsnot. Eigentlich sieht der Hochschulentwicklungsplan Stellen- und Mittelkürzungen vor. Allerdings prognostiziert die Kultusministerkonferenz (KMK) ein Anstieg der Erstsemesterzahlen bis 2015 von fast 20.000. Bis 2020 werden etwa 36.000 Studienanfängern mehr als 2009 erwartet. Deshalb fordert die Landesstudierendenvertretung die Rücknahme der Kürzungen.
„Diese neuen Zahlen führen den Hochschulentwicklungsplan gänzlich ad absurdum. Damit wird dem Argument der drastisch sinkenden Studierendenzahlen, dessen sich das Wisschenschaftsministerium in der Regel bedient, endgültig die Grundlage entzogen“, sagt Anni Fischer, Sprecherin der Sächsischen Studierendenschaften. „Was alle Beteiligten, außer die Regierung, schon seit Jahren prophezeit haben ist nun durch die KMK bestätigt worden und kann nicht länger ignoriert werden.“
Der gleichen Meinung ist auch Michael Moschke, Sprecher der Konferenz Sächsischer Studierendenschaften: „Damit ist die gesamte Hochschulentwicklung sowie die überzogene Sparpolitik an den Hochschulen nicht länger tragbar und muss zurückgenommen werden.“ Die Chance dieser Entwicklungen müsse trotz demographischen Wandels nun auch von den Verantwortlichen erkannt und genutzt werden.
© LVZ-Online, 16.02.2012, 20:17 Uhr