BouL.E.vard
Dresden feiert, Leipziger feiern mit
Kerstin Decker
Kein Semperopernball ohne Einzug der Debütanten. Unter den 88 Paaren, die mit gewaltigem Herzklopfen vor 2000 Zuschauern im Saal und vor Millionen Fernsehzuschauern übers Parkett schwebten, waren Berliner, Münchner, Mannheimer, Schweizer, Österreicher – und auch elf Paare aus Leipzig und Umgebung. Eines der blutjungen (Startberechtigung ab 16 Jahre), hübsch anzuschauenden Duos: Pia Weber (16), zehnte Klasse Mittelschule Brandis, und Max Viet Duc Nguyen (17), elfte Klasse Gustav-Hertz-Gymnasium Leipzig. Seit über einem Jahr trainieren sie zusammen in der Tanzschule Jörgens, bekamen von gnädigen Schulleitern für die gesamte anstrengende Probenwoche frei, ließen sich von Pias Eltern täglich hin und her fahren, um Übernachtungskosten zu sparen.
Denn das Vergnügen, Debütant auf dem Semperopernball zu sein, ist kein billiges: Jeweils 300 Euro investierten beide für Ballgebühr, Designerkleid beziehungsweise Smoking, Styling, Schmuck und Zubehör. „Das Schlimmste war das Warten, bis man dran ist“, erzählte Pia gegen Mitternacht, als die Auftritte im Saal und auf dem Theaterplatz glücklich gelungen waren. „Am schönsten ist, dass man endlich vortanzen konnte, dass alles geklappt hat und man für die Leistung belohnt wurde.“ Zum Beispiel durch umgehend eingehenden Glückwünsche von den Freunden daheim, die per SMS gratulierten.
© LVZ-Online, 19.01.2010, 10:32 Uhr