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Gerd Kastenmeier aus Dresden kocht wieder für den Leipziger Opernball
Kerstin Decker
Foto: Volkmar Heinz
Gerd Kastenmeier präsentiert die Vorspeisen fürs Opernball-Menü.
Vor zwei Wochen erst hat er in Dresden ein eigenes Fischrestaurant eröffnet. Trotzdem hat Gerd Kastenmeier die Ruhe weg: Wo andere sagen „Geht nicht", sagt er „Kein Problem". Der Niederbayer übernimmt in diesem Jahr zum zweiten Mal das Catering für den Leipziger Opernball am 16. Oktober. Keine kleine Aufgabe, denn für die 800 Gäste im Saal gibt es ein dreigängiges Menü und für die rund 1200 Flaniergäste ein Büfett, das erstmals im Preis inbegriffen ist. "Das geht nur, weil ich mich auf meine Mitarbeiter hundertprozentig verlassen kann", sagt der Caterer.
Foto: Volkmar Heinz
Gerd Kastenmeier (Zweiter von links) mit seinen Köchen Andreas Frahm, Dirk Müller und Steve Roser (von links).
Bei der Menüverkostung in Leipzig erntete der 41-Jährige viel Lob und Begeisterung: „Mir schmeckt es hervorragend, eine Sinfonie der Genüsse, ich habe keine Verbesserungsvorschläge!", sagte Opern-Interims-Intendant Alexander von Maravic. Als Vorspeisen gibt es Räucherlachs mit Fencheleis, Klare Steinpilzsuppe und Wachtelbrust mit Linsensalat. Im Hauptgang können die Saalgäste Crepinette vom Milchkalb mit grünem Spargel und getrüffeltem Kartoffelpüree genießen. Zum Dessert wird warmer Brombeerkuchen mit Vanilleterrine und weißem Schokoladeneis gereicht.
Foto: Volkmar Heinz
Alexander von Maravic (Oper) und Vivian Honert-Boddin (Opernball GmbH).
Befremdlich: Beim Probeessen fehlte ausgerechnet der Gastgeber, Alexander Achminow als Vorsitzender des Opern-Förderkreises. Der Förderkreis richtet jedes Jahr den Opernball aus, das Menü war meist einer der größten Kritikpunkte, umso wichtiger ist im Vorfeld die Abstimmung mit dem Caterer. „Wegen eines ganz dringenden Termins hat er heute Nachmittag abgesagt", entschuldigte ihn Opernball-Organisatorin Vivian Honert-Boddin. Einen Vertreter schickte Achminow nicht.
© LVZ-Online, 06.09.2010, 11:45 Uhr