BouL.E.vard
Hennebach nimmt beide in den Arm
Kerstin Decker
Foto: Ines Christ
Gosenwirt Hartmut Hennebach (m.) mit neuer Miss Gose Irmela Schmuhl (r.) und Ludmilla Taraschanska (l.)
Stimmung, Party, Gaudi am Samstagabend im rappelvollen Biergarten der Gosenschenke. Für Dieter Bohlen hätte es nicht ganz gereicht, für die Wahl zur Miss Gose allemal: 14 Frauen gaben alles, um „Miss Ohne Bedenken“ zu werden. Von der Rentnerin (mit Bauchtanz) über Buchhalterin, Schriftsetzerin bis zur Diplomchemikerin (Whitney-Houston-Darbietung). Gosenwirt Hartmut Hennebach gab den freundlich plaudernden Gottschalk, nicht etwa den strengen Bohlen.
Gegen 22 Uhr zog sich die zwölfköpfige Jury zur hitzigen Beratung zurück. Klar war schnell, dass die blonde Irmela Schmuhl die grüne Schärpe umgelegt bekommen muss. Die 32-Jährige wohnt gleich um die Ecke in Gohlis, kommt öfter mal vorbei, hat zwei Kinder, ist Kindergarten-Pädagogin an der Musikschule. Sie entzückte Publikum wie Jury mit ihrem Querflötenspiel und - was den Ausschlag gab - mit ihrem umfangreichen Wissen zur Gose. Härteste Konkurrentin, bei der das Publikum schier aus dem Häuschen geriet, sang, johlte, Zugaben forderte, war Ludmilla Taraschanska aus der Ukraine. Sie tanzte „Kalinka“, im roten Folklorekleid und mit Kopfputz. Ludmilla leitet in Leipzig die Volkstanzgruppe Mileta, musste aber beim Gose-Wissen komplett passen. Am Ende nahm Hennebach beide in den Arm. Und versprach: „Nächstes Jahr mache ich eine Mister-Gose-Wahl, damit die Frauen auch mal was zu sehen bekommen.“ Versprochen!
© LVZ-Online, 26.07.2010, 10:50 Uhr