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"Wetten, dass..?" in Leipzig: Für Kandidat Hösel hat alles gepasst – Lob von Kerkeling
Stefanie Büssing
Foto: dpa
Mit seinem Trialmountainbike hat Marco Hösel am Samstagabend einen VW-Bus 25 Meter weit durch die Halle gezogen.
Leipzig. Zum Wettkönig hat es leider nicht gereicht – trotzdem ist der 30-jährige Marco Hösel aus dem Erzgebirge mit seinem Auftritt bei der Leipziger „Wetten, dass..?“-Sendung am Samstag zufrieden: „Ich bin überhaupt nicht enttäuscht“, verriet der sympathische Sachse nach seinem großen Auftritt. „Ich habe mich gefreut, dass ich bei der Show dabei sein kann.Das ist eine große Auszeichnung. Ich denke ich habe eine gute Performance abgeliefert und hatte mit meiner Familie eine schöne Zeit bei ´Wetten, dass..?´. Da hat einfach alles gepasst.“
Mit seinem Trialmountainbike – einem Rad mit kleinem Rahmen und nur angedeutetem Sattel – hatte der Fitness- und Gesundheitstrainer einen VW-Bus 25 Meter weit durch die Halle gezogen, ohne dabei den Vorderreifen aufzusetzen. „Ich bin sehr zufrieden damit, wie die Wette gelaufen ist“, sagte Hösel.
Vor dem Auftritt sei er schon nervös gewesen: „Das ist auch gut so. In gewisser Weise brauche ich das Adrenalin“, verriet der 30-Jährige. „Aber Thomas Gottschalk ist so locker, da fällt einem der Auftritt gleich leichter.“
Dabei habe es bei seiner Wette einen kleinen Schönheitsfehler gegeben: Die prominente VW-Besatzung in Form von Wladimir Klitschko, Justin Timberlake, Hape Kerkeling, Michelle Hunziker und der Schwester von Star-Geiger David Garr ett war schwerer als gedacht: „Geplant waren 1,5 Tonnen aber im VW-Bus saßen ungefähr 100 Kilo mehr. Das war schon eine große Herausforderung“, verriet Hösel. Trotzdem hat der Thalheimer die Wette souverän gewonnen.
Wettpate Hape Kerkeling, der fest an den Erfolg seines Schützlings geglaubt hatte, zeigte sich nach der Wette sichtlich beeindruckt: „. Es ist wirklich ein eigenartiges Gefühl von einem Radfahrer gezogen zu werden. Das war schon absolut cool.“
Angefeuert wurde der Profi-Trialbiker, der bereits sechs Weltmeistertitel errungen hat, von seiner Familie, die das Spektakel behelmt und sichtlich begeistert im Publikum verfolgte. Ehefrau Heike war mit dem vierjährigen Julien und dem acht Monate alten Finley angereist. „Julien hat einen Herzfehler und musste bereits drei Mal im Leipziger Herzzentrum operiert werden“, verriet der Familienvater nach seiner Wette sichtlich gerührt. „Daher möchten wir uns an dieser Stelle bei Ärzten und Schwestern bedanken. Für alles, was sie für uns getan haben.“
Unterstützung für den Wettkandidaten kam auch aus dem Erzgebirge vom Thalheimer Bürgermeister René Kühn. „Ich freue mich und bin stolz, dass ein Thalheimer dabei ist“, sagte Kühn. Für einen Sprung von Hösel mit seinem Trialrad hatte sich das Stadtoberhaupt bereits selbst bei einem Firmenjubiläum auf den Boden gelegt. Kühn war bereits im Vorfeld fest davon überzeugt, dass der Sachse seine Wette gut meistern wird. „Ich kenne unseren Marco seit 17 Jahren und konnte schon oft miterleben, was er alles leisten kann. Davor ziehe ich den Hut.“
Auch aus einem weiteren Grund ist der Bürgermeister froh, dass Hösel bei „Wetten, dass..?“ dabei ist: „Mit seinem Auftritt trägt er dazu bei, dass der Trialsport in den Medien bekannter wird. Das stärkt natürlich auch unsere Region.“
Viel Zeit zum Durchatmen bleibt dem Sportler nach seinem Fernsehauftritt nicht. Am Sonntag steht er im Erzgebirge bereits für seine nächste Bike-Show auf der Bühne.
© LVZ-Online, 06.11.2011, 14:17 Uhr