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Ostermärsche in Leipzig und anderen deutschen Städten - Krieg und Atomkraft im Fokus
mpu / dpa
Foto: Dirk Knofe
Initiatoren Maritta Frenzel mit einer Friedenstaube.
Leipzig. Mitglieder der Friedensbewegung haben sich am Samstagvormittag vor der Nikolaikirche zum Leipziger Ostermarsch versammelt. Zum Beginn der Protestveranstaltung präsentierten sich Vereine der Messestadt an verschiedenen Ständen den Schaulustigen.
Bevor es dann für die Teilnehmer mit dem Fahrrad weiter zum Flughafen Leipzig/Halle ging, wurde ein Schwert symbolisch zur Sichel umgeschmiedet und Tauben zum Himmel gesandt. Am Flughafen Leipzig/Halle wollen die Demonstranten gegen die Nutzung des Airports als Militär-Drehkreuz protestieren.
Auch in mehreren anderen deutschen Städten haben am Samstag die traditionellen Ostermärsche begonnen. In Mainz zogen rund 300 Menschen unter dem Motto „Für eine Welt ohne Krieg, Militär und Gewalt“ durch die Innenstadt. „Wir wollen den Abzug der Nato-Truppen aus Afghanistan und ein Ende des militärischen Eingreifens in Libyen“, sagte der Landesgeschäftsführer der „Deutschen Friedensgesellschaft - Vereinigte Kriegsdienstgegner“ für Hessen und Rheinland-Pfalz, Gernot Lennert. Der Protestzug macht sich zudem für eine Abschaltung der Atomkraftwerke und die Abschaffung von Atomwaffen stark.
Im baden-württembergischen Ellwangen versammelten sich am Bahnhofsplatz rund 250 Menschen. Das diesjährige Motto lautet hier „Gier Macht Geld“. Die zentrale Kundgebung in Baden-Württemberg sollte am Mittag in Stuttgart unter dem Motto „Frieden schaffen ohne Waffen“ stattfinden.
Aktionen waren auch in Berlin, Hamburg und München geplant. Am US-Luftwaffenstützpunkt im pfälzischen Ramstein sollte der Ostermarsch der Friedensinitiative Westpfalz an den Start gehen. „Wir stehen unter dem Motto „Atomkraft, ein Bombenrisiko““, sagte der Sprecher der Initiative, Detlev Besier.
© LVZ-Online, 23.04.2011, 11:50 Uhr