Leipzig. In den Streit zwischen der Stadt Leipzig und der Internet-Firma Unister hat sich die Industrie- und Handelskammer (IHK) eingeschaltet. IHK-Präsident Wolfgang Topf sagte am Sonntag, er habe beiden Seiten das Angebot unterbreitet, einen Vermittler für die Auflösung des Interessenkonflikts zur Verfügung zu stellen. Topf sagte, er hoffe, dass eine konstruktive Lösung gefunden werde. Dabei seien natürlich auch die städtebaulichen Rahmenbedingungen zu beachten. Das dynamische Wachstum von Unternehmen sollte gefördert werden, "um die Region weiter erfolgreich zu entwickeln", betonte Topf.
Wie berichtet, wollen Unister und die Rathausspitze sich heute treffen, um einen Ausweg zu finden. Es geht um den geplanten Neubau der Firmenzentrale am Brühl. Die 40-Millionen-Euro-Investition liegt seit Monaten auf Eis. Grund ist der Wunsch des Unternehmens, bei dem Neubau an der Goethestraße/Ecke Brühl ein zusätzliches Stockwerk zu errichten, das 200 weiteren Mitarbeitern Platz bieten soll. Die Stadt lehnt ein 36,8 Meter hohes Bauwerk an der Stelle ab, weil es sich nicht in die Umgebung einfügen würde.
Felix Döhler, Chef der CDU-Nachwuchsorganisation Junge Union, forderte die Rathausspitze gestern auf, den Verbleib von Unister nicht an bürokratischen Spitzfindigkeiten scheitern zu lassen.
mi