22.10.2014 09:53 Uhr
 
 
Führung durch die aktuelle Ausstellung
Datum: 23.10.2014, 17:00 Uhr
Ort: Kunsthalle der Sparkasse Leipzig
Von mir nach dort interaktive Familienführung durch die aktuelle Ausstellung
Datum: 01.11.2014, 15:00 Uhr
Ort: Kunsthalle der Sparkasse Leipzig
Bilder & Lunch
Datum: 06.11.2014, 12:00 Uhr
Ort: Kunsthalle der Sparkasse Leipzig
Sparkassen-Challenge 2014
Sparkassen-Treppensprint

Datum: 08.11.2014
Ort: Leipzig
Campus Jazz
Cholet-Känzig-Papaux Trio

Datum: 08.11.2014, 20:00 Uhr
Ort: Mediencampus
Malte Vief und Jochen Roß konzertante Musik, die rockt
Datum: 13.11.2014, 19:30 Uhr
Ort: Kunsthalle der Sparkasse Leipzig
Führung durch die aktuelle Ausstellung
Datum: 27.11.2014, 17:00 Uhr
Ort: Kunsthalle der Sparkasse Leipzig
Blüthner Classics
Yoshio Hamano

Datum: 29.11.2014, 19:30 Uhr
Ort: Mediencampus
Weihnachten mit Gunter Böhnke
Datum: 04.12.2014, 19:30 Uhr
Ort: Kunsthalle der Sparkasse Leipzig
Von mir nach dort interaktive Familienführung durch die aktuelle Ausstellung
Datum: 06.12.2014, 15:00 Uhr
Ort: Kunsthalle der Sparkasse Leipzig
Bilder & Lunch
Datum: 11.12.2014, 12:00 Uhr
Ort: Kunsthalle der Sparkasse Leipzig
 

Feuerwehren: Rufnummern und Adressen

 
Foto: André Kempner Bei Bränden und Notfällen erreichen Sie hier die Feuerwehren vor Ort.

Feuerwehren im Überblick
 

Ordnungsamt: Rufnummer und Adresse

 
Das Leipziger Ordnungsamt in der Prager Straße 136. Foto: Volkmar Heinz Schmutz vor der Haustür, Graffito an Wand. Informieren Sie das Leipziger Ordnungsamt.

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Polizei-Hinweise zum Schutz vor Einbrechern

 
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Leipzig

Geplantes Asylbewerberheim: Polizei trennt hunderte Demonstranten in Leipzig-Schönefeld

Leipzig. Im Streit um die Einrichtung einer neuen Asylbewerber-Unterkunft haben am Montagabend hunderte Menschen im Leipziger Stadtteil Schönefeld demonstriert. Das Aktionsnetzwerk „Leipzig nimmt Platz“ versammelte nach Polizeiangaben zunächst rund 300 Anhänger, die gegen eine Kundgebung der NPD protestierten. Ebenfalls an der Löbauer Straße hielten etwa 150 rechtsextreme Parteimitglieder und Sympathisanten eine Demonstration gegen das geplante Übergangsquartier ab. Die Polizei war mit einem Großaufgebot aus Leipzig und Dresden vor Ort, um die beiden Lager zu trennen.

Von sechs Personen nahmen die Sicherheitskräfte die Personalien auf – unter anderem wegen des Tragens von Zeichen verfassungswidriger Organisationen. In einem Fall soll auch der Hitlergruß gezeigt worden sein.



Die Beamten hätten die Lage jederzeit im Griff gehabt, sagte Sprecherin Maria Braunsdorf am Abend gegenüber LVZ-Online. Beide Gruppen meldeten sich ab etwa 18 Uhr mit Sprechchören zu Wort, mit Blasmusik und Pfeifen übertönten die Gegendemonstranten die NPD-Versammlung. Die Rechtsextremen zogen noch vor 20 Uhr und damit früher als geplant wieder ab. Nachdem sich die Kundgebungen auflösten, habe es Pöbeleien zwischen einzelnen Teilnehmern gegeben. Insgesamt sei die Situation aber ruhig geblieben, betonte die Polizeisprecherin.

Unübersichtliche Lage in Schönefeld - Teilnehmer wechseln Seiten

Die Gemengelage an der Kreuzung zur Volksgartenstraße stellte sich nicht nur für die Polizisten schwierig dar. Teilweise wechselten Teilnehmer die Seiten. Im Laufe des Abends strömten weitere Demonstranten und Beobachter nach Schönefeld. „Ich habe das Gefühl, dass sich viele der NPD anschließen“, berichtete dazu Juliane Nagel von „Leipzig nimmt Platz“. Bundesweit und in Sachsen gebe es vergleichbare rassistische Mobilisierungen. „Wir sind heute hier, um Flüchtlingen zu zeigen, dass sie in Leipzig willkommen sind“, sagte die Linken-Stadträtin weiter. „Wir wollten ein Diskussionsangebot für Leute bieten, die sich nicht mit den Nazis vereinigen wollen.“
    
zum Thema CDU übt scharfe Kritik an Standort für Asylbewerberheim in Leipzig-Schönefeld Leipzig nimmt Platz kündigt Kundgebung gegen NPD-Veranstaltung in Schönefeld an Eltern kritisieren Asylbewerber-Unterkunft in Leipzig-Schönefeld – Stadt lädt zu Infoabend ein Flüchtlinge ziehen ins Fechner-Gymnasium Leipzig – Grüne gegen Massenunterkünfte Sachsens Ministerpräsident Tillich räumt Fehler bei Asylbewerberunterbringung ein „Unterkunft ist nicht tragbar“ – Kritik an Verlängerung für Leipziger Asylbewerberheim
Stein des Anstoßes: Im ehemaligen Fechner-Gymnasium in der Löbauer Straße will die Stadt in den kommenden Monaten rund 120 Flüchtlinge unterbringen. Anwohner kritisieren das Vorhaben und dessen späte Ankündigung. Die NPD nahm dies als Anlass für die Demonstration am Montagabend. „Leipzig nimmt Platz“ wirft den Rechtsextremen vor, die Verunsicherung der Anwohner für Stimmungsmache auszunutzen. Die Initiative rief deshalb dazu auf, Rassismus und pauschalen Vorurteilen gegenüber Asylsuchenden eine klare Absage zu erteilen.

„Viele Eltern befürchten Ausschreitungen. Das ist kein schönes Klima“, beschrieb Michael Reinhardt, Vorsitzender des Bürgervereins Schönefeld, die Sorgen der Anwohner. Gleichzeitig übte er Kritik an der Informationspolitik des Rathauses: „Man hätte vieles im Vorfeld besprechen und viele Ängste nehmen können.“ Auch das Gymnasium sieht er nicht als idealen Standort. „Die Lage ist nicht besonders willkommensförderlich. Ich würde mir wünschen, dass Flüchtlinge eine geeignetere Unterkunft bekommen“, sagte Reinhardt.

"Viele sagen: Leute, so geht es nicht“

Im Streit um ein geplantes Asylbewerberheim in Leipzig-Schönefeld standen sich am Montag (18.11.2013) Demonstranten von "Leipzig nimmt Platz" und NPD an der Löbauer Straße gegenüber.   Foto: Wolfgang Zeyen Im Streit um ein geplantes Asylbewerberheim in Leipzig-Schönefeld standen sich am Montag (18.11.2013) Demonstranten von "Leipzig nimmt Platz" und NPD an der Löbauer Straße gegenüber.
Mit dem Verlauf des Demonstrationsabends zeigte sich der Bürgervereins-Vorsitzende insgesamt zufrieden: „Ich bin überwältigt von der Anzahl der Menschen, die Position beziehen und sich gegen Dumpfbacken-Parolen stellen. Ich bin froh, dass viele Platz nehmen und sagen: Leute, so geht es nicht.“

Auch Vertreter der lokalen Politik nahmen an der Gegenkundgebung teil – wie Leipzigs Sozialbürgermeister Thomas Fabian (SPD). „Es ist auch für uns überraschend gewesen, dass wir eine größere Anzahl an Flüchtlingen unterbringen müssen“, erklärte er die späten Gespräche mit den Anwohnern. Nachdem dies klar war, habe die Verwaltung jedoch umgehend informiert. Über die teilweise aggressiven Reaktionen sei er erschrocken, sagte Fabian. „Ich finde das traurig, denn Menschen in Not muss geholfen werden. Flüchtlinge kommen nicht ohne Grund nach Deutschland.“ Auch andere Kommunen müssten zusätzliche Asylsuchende unterbringen. In Leipzig sei das ehemalige Fechner-Gymnasium das einzige Gebäude, das für 100 Flüchtlinge geeignet ist.

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