Leipzig/Frankfurt. Mit dem Film „Sex and the City“ fing alles an. Als Fabio Labriola und Sebastian Siebert im Kino sahen, wie die Assistentin der Hauptfigur Carrie Bradshaw eine Handtasche bei einem Online-Verleih bestellt, war sie plötzlich da: die lange gesuchte Geschäftsidee. „Wir hatten schon mit dem Gedanken gespielt, uns selbständig zu machen“, sagt Siebert, Absolvent der Handelshochschule Leipzig (HHL). Der Film habe schließlich den Anstoß gegeben, zur Gründung des Leasing-Portals
www.fashionette.de
Das war im Jahr 2008. Seitdem ist aus der Geschäftsidee aus dem Kinosaal ein florierendes Unternehmen in Frankfurt am Main geworden. Mehr als 1000 Produkte von über 80 Designern sind im Angebot, zehn Mitarbeiter wurden eingestellt und aus dem Gründerduo ist ein Trio geworden. Im April 2009 stieß Ronald Reschke hinzu, ebenfalls HHL-Absolvent. Begeistert habe ihn an der Idee vor allem, dass sich damit „auch Frauen mit kleinem Geldbeutel, große Handtaschen“ leisten könnten.
Die Idee des Portals ist simpel: Auf der Webseite suchen sich Nutzer ein Designerstück aus und entscheiden, ob sie das Accessoire wochenweise mieten oder auf Raten kaufen möchten: Eine Gucci-Tasche für rund 15 Euro zum Beispiel. „Wir beliefern mittlerweile auch Kunden in Österreich“, sagt Siebert. Wachstum sei nun das Ziel: „Wir wollen weitere Länder in Europa erreichen.“
Rund 80 Gründungen seien mittlerweile aus den Reihen der HHL-Absolventen hervorgegangen, so die Hochschule. Prominente Beispiele: Das Leipziger Unternehmen Spreadshirt oder das Portal billigflieger.de .