Wirtschaft
Neue Forderung an KWL: LBBW will mehr als 75 Millionen Euro
Stefan Banitz
Leipzig. Auf die Kommunalen Wasserwerke Leipzig (KWL) kommt eine neue Forderung im zweistelligen Millionenbereich zu. Wie das Unternehmen am Montag mitteilte, will die Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) 75,5 Millionen Euro von dem Leipziger Unternehmen.
Damit habe nun auch die letzte Bank, die mit den ehemaligen Geschäftsführern sogenannte CDO-Geschäfte abgeschlossen hat, ihre Forderung an die KWL gestellt. In den vergangenen Monaten hatten bereits die UBS AG, London Branche sowie die DEPFA Bank plc Forderungen in einer Gesamthöhe von rund 210 Millionen Euro geltend gemacht.
Für KWL-Geschäftsführer Rainer Prigge kommt die Zahlungsaufforderung der LBBW keineswegs überraschend. Sie würde jedoch nichts an der Haltung der KWL ändern. „Die zugrunde liegenden Verträge sind aus unserer Sicht nichtig“, so Prigge weiter. Daher werde die KWL auch keine Zahlungen leisten.
Bereits im März hätten die KWL mit Unterstützung ihrer Gesellschafter und der Stadt Leipzig Klage gegen die an den umstrittenen Geschäften beteiligten Banken eingereicht. Ziel sei es, die Nichtigkeit der Verträge gerichtlich feststellen zu lassen.
© LVZ-Online, 12.07.2010, 21:09 Uhr