All Star Game 2012
2011: 80 Prozent Neulinge, 28 Tore und jede Menge Spaß beim Promispiel in der Arena Leipzig
Anne Sturm/Matthias Roth
Foto: Christian Nitsche
Leipzig. Markus Baur war nach dem Prominentenspiel voll des Lobes: „Unser Team war super. Und dafür, dass 80 Prozent noch nie Handball gespielt haben, war das eine Klasse-Partie.“ Auch mit seinem ganz persönlichen Abschneiden war er zufrieden. „Ich habe zweimal aufs Tor gezielt und einmal getroffen.“
Ein paar mehr Anläufe bis zum erfolgreichen Torschuss benötigte Fernsehkoch Tim Mälzer. Eigentlich hatte er sich ja bestens vorbereitet – doch nach dem Match stellte er dann völlig außer Atem fest: „Das Spiel war super, aber so was mach ich nie wieder. Das ist echt nicht meine Welt.“ Darüber konnte den Publikumsliebling, der nach eigenem Bekunden 95 Kilo auf die Waage bringt, auch sein Tor nicht hinwegtrösten. „Ich geh zurück an den Herd.“
Bei seinen Leisten bleiben auch die beiden Musiker von BossHoss. „Ich freu mich in erster Linie, dass ich 30 Minuten durchgehalten habe. Und natürlich besonders, dass ich ins Tor getroffen hab“, so Sascha „Hoss Power“ Vollmer. Die zwei mal 15 Minuten Dauerbewegung haben ihm aber gezeigt, dass er mehr Sport treiben müsse. „Obwohl ich immer mal wieder mit unserem Tourmanager Tennis spielen gehe.“ Bei 150 Gigs pro Jahr fand auch Alec „Boss Burns“ Völkel bisher keine Zeit zum Sport. Und weiß jetzt, dass er das auch nicht ändern wird: „Das heute war super. Aber jetzt gehe ich erstmal schnell duschen, dann hol ich mir ein Bier und dann gucke ich mir das All-Star-Spiel an.“
Carlo Thränhardt dagegen hätte sich die Dusche fast sparen können. Eine paar feine Schweißperlen waren auf seiner Stirn auszumachen. „Ich spiele vier Mal in der Woche Tennis, da bin ich noch topfit“, so der ehemalige Weltklassehochspringer. Auf dem Parkett machte nicht nur als Läufer sonder auch als Handballer eine gute Figur. „In meiner Jugend, vor 30 Jahren, habe ich Handball gespielt, die Bewegungen verlernt man nicht“, verriet Thränhardt, der mit Andreas Thiel einen sicheren Rückhalt im Tor hatte.
Den Hexer hatte Stefan Kretzschmar als ehrgeizigsten Spieler beider Teams angekündigt. „Die Blamagegefahr ist bei so einem Spiel immer da“, gestand Thiel. Zumindest gegen Kretzsche bekam er keinen Ball zu fassen. „Dafür muss er jetzt einen Kasten Bier ausgeben“, frotzelte Wieland Schmidt, der am Sonnabend Thiels Trainer für ein Spiel war.
Ein Endergebnis gab es beim Spiel übrigens auch noch – wie es sich für ein ordentliches Promispiel gehört, trennten sich beide Teams vor 7532 Zuschauer ín der ausverkauften Arena 14:14 unentschieden. Kanu-Olympiasiegerin Birgit Fischer verschenkte zwar einen Siebenmeter, später gelang ihr aber noch ein Glückstreffer. Eine deutliche bessere Figur machten zwei, die sich mit Bällen besser auskennen: Fußballer Marko Rehmer und Basketball-Experte Ademola Okulaja.
Einziger Wermutstropfen: Motorradrennfahrer Armin Schwarz verletzte sich. Nach einer ersten Diagnosen besteht der Verdacht auf Achillessehenriss.
Team Sport 1: Clara Woltering (Torhüterin Bayer Leverkusen), Fernsehkoch Tim Mälzer, Handball-Experte Stefan Kretzschmar, Ex-Handball-Nationalspieler Markus Baur, Motorradrennfahrer Sandro Cortese, Ex-Fußballnationalspieler Marko Rehmer, Musiker Alec „Boss Burns“ Völkel, Musiker Sascha „Hoss Power“ Vollmer, TV-Sportmoderator Markus Götz, Turner Matthias Fahrig, Rennfahrer Armin Schwarz, Kanusportler Erik Pfannmöller, Coach: Falko Götz (Fußball-Trainer)
Team Sporthilfe: Ex-Handball-Nationaltorhüter Andreas Thiel, Ex-Handball-Nationalspieler Volker Zerbe, Hochsprunglegende Carlo Thränhardt, Basketball-Experte Ademola Okulaja, Kanu-Olympiasiegerin Birgit Fischer, Jean Pierre Krämer, Moderator Sidney Hoffmann, Biathlon-Olympiasieger Frank Peter Roetsch, Ex-Radrennfahrer Jens Fiedler, Coach: Wieland Schmidt (Handball-Olympiassieger)
© LVZ-Online, 05.02.2011, 21:02 Uhr