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Deutscher Feuerwehrtag Leipzig

Bayern und Mecklenburg-Vorpommern lösen Tickets für Feuerwehr-WM in Slowenien

  Foto: Dirk Knofe
Leipzig. Die Jugendfeuerwehren aus Oberneukirchen (Bayern) und Dabel (Mecklenburg-Vorpommern) haben sich am Sonntagmittag in Leipzig gegen Konkurrenz aus ganz Deutschland durchgesetzt und Tickets für die Feuerwehr-Weltmeisterschaft gelöst. Wie der Verantwortliche für Internationales beim Deutschen Jugendfeuerwehrwettbewerb, Daniel Brose, auf Anfrage von LVZ-Online mitteilte, setzten sich die Teams auf dem Lindenauer Sportplatz an der Erich-Köhn-Straße mit 1058,5 und 1053,4 Punkten gegen ihre 23 Mitstreiter durch. Die beiden Erstplatzierten dürfen damit im kommenden Jahr in Slowenien um die internationale Krone kämpfen. Auf Rang drei landeten die Niedersachsen aus Adenbüttel (1051,6). Das Team aus dem sächsischen Weixdorf (Dresden) wurde Fünfzehnter (992,8).

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Brose sprach von einem deutlichen Sieg des bayerischen Teams, das als Favorit ins Rennen gegangen war. Fünf Punkte Vorsprung bedeuten bei der WM Welten. „Bei der Weltmeisterschaft entscheiden die Nachkommastellen über Sieg oder Niederlage“, so Brose. Oberneukirchen hatte bei der Weltmeisterschaft im letzten Jahr unter 49 Startern den dritten Platz belegt.

Dass die Favoritenrolle kann aber auch ganz schnell passé sein kann, mussten die Kameraden aus Niedersachsen (Möllenbeck, 1026,3 Punkte) schmerzlich erfahren. Ihnen unterliefen gleich mehrere Fehler, sodass es schlussendlich nur noch zu Rang sieben reichte.

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Die Teams erhielten zu Beginn des Wettkampfs 1000 Startpunkte, die es in zwei Disziplinen auszubauen galt. Je nach Leistung wurden ihren Konten Plus- oder Minuszähler zugewiesen. „Je schneller die Trupps ins Ziel kommen, umso mehr Punkte bekommen sie“, so Brose. Bei der Disziplin Löschangriff ging es unter anderem um Geschicklichkeit. Ein Löschtrupp, der aus zwei Teammitgliedern besteht, musste mit einem Wasserstrahl durch ein kleines Loch ein Ziel treffen, während seine Kameraden unter anderem Geräte sortierten oder Knoten banden. Beim Staffellauf bekamen alle im Nachwuchslöschtrupp eine Aufgabe zugewiesen, die sie während ihres Laufs erledigen mussten, zum Beispiel das Aufrollen eines Schlauchs.

Gut 800 Besucher sorgten für eine gute Stimmung auf den eigens für den Entscheid aufgebauten Rängen. „Die Gruppenmitglieder haben ihre Mitstreiter ordentlich angefeuert“, erklärte Brose nach der Siegerehrung. Und die gute Stimmung hielt sich unter allen Teilnehmern. Erstmals seit 1983 hatte kein Team Einspruch gegen die Punktewertungen eingelegt.

Die Startaufstellung für den sogenannten Bundesentscheid zur Weltmeisterschaft hatten die potenziellen WM-Anwärter am Freitag festgelegt. Nach dem Training mussten sie sich entscheiden, welche neun der bis zu 15 mitgereisten Teammitglieder um die deutsche Krone mitkämpfen durften. Insgesamt hatten sich 362 Teilnehmer zwischen 12 und 16 Jahren für den Bundesentscheid angemeldet. 25 Teams gingen an den Start.
 
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