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Deutscher Feuerwehrtag Leipzig

Berliner Feuerwehr lässt Auto schweben - Ausstellung von Feuerwehrfahrzeugen

Leipzig. In drei Meter Höhe tanzt der Kleinwagen in der Luft. Durch zehn enorme Strahlen aus Wasser wird das Fahrzeug auf einem Gestell in der Schwebe gehalten. Danach gibt Hauptbrandmeister Thomas Schwarz das Zeichen zum Absenken. Der Wagen setzt sanft auf, und 10.000 Liter Wasser verteilen sich auf dem Platz vor der Festwiese.

24 freiwillige Feuerwehrmänner aus drei Berliner Feuerwachen machen das Spektakel möglich: Sie pumpen Tausende Liter Wasser durch zehn Feuerwehrschläuche, erzeugen neun bis zehn Bar Druck und bewegen so einen 450 Kilogramm schweren Kleinwagen gen Himmel.



Einen tieferen Sinn hat die Aktion nicht. „Es ist einfach eine Spaßaktion", sagt Schwarz. „Manchmal schaut man einfach nur, was man alles schaffen kann." Die ursprüngliche Idee stammt aber nicht vom 35-jährigen Hauptbrandmeisters, der im normalen Leben für die Deutsche Rentenversicherung arbeitet. Ein Fernsehsender hat vor vier Jahren bei seinem Vorgänger angefragt, ob solch eine Aktion überhaupt möglich sei, nachdem im Internet ein Video auftauchte, das durch Wasserkraft schwebende Wagen zeigte. Die Berliner probierten es und mittlerweile haben sie vier Jahre Erfahrung damit.

Bis Samstag bleiben die Feuerwehrleute aus der Hauptstadt vor Ort. Zwischen 10 und 18 Uhr tanzt dann der Kleinwagen mindestens dreimal. Vielleicht aber auch häufiger. „Wir sind da spontan und flexibel", sagt Schwarz. „Wenn der Zuschauerzuspruch groß ist, machen wir es auch öfter - ganz nach Bedarf."

Auf der Festwiese gibt es bis Sonntag aber noch mehr zu sehen: 230 Feuerwehrfahrzeuge von alt bis neu. Sie stammen aus ganz Deutschland. Das älteste ist fast 90 Jahre, aber auch aktuelle Modelle kann der Besucher bestaunen. „Die Schau war ein großer Kraftakt, die Fahrzeuge stammen aus verschiedenen Museen und Ausstellungen, aber auch von Privateigentümern", sagt Hans-Jürgen Ebert, der zweite Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Feuerwehrhistorik Riesa. „Das ist etwas ganz Spezielles. Die Vorkriegsmodelle werden ja nicht jeden Tag auf die Straße geholt." Der Eintritt zur der Ausstellung ist frei.

Am Sonntag um 12 Uhr starten die Fahrzeuge ihren Weg von der Festwiese durch die Innenstadt in einem Feuerwehr-Korso. Fünfzehn verschiedene Epochen werden dabei dargestellt, ein für die Zeit typisches Fahrzeug führt jeden Teilabschnitt an. Das Ende bilden die neuesten Wagen - frisch von der Messe.

 


 
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