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Deutscher Feuerwehrtag Leipzig

Härtester Feuerwehrmann gesucht - spektakulärer Wettkampf in Leipzig

Leipzig. Dieser Wettbewerb verspricht heiß, heißer, am heißesten zu werden. Spektakuläre Aktionen sind garantiert, wenn die sportlichsten Feuerwehrleute des Kontinents um die TFA-Krone streiten, in halber Montur durch dick und dünn gehen. TFA steht für Toughest Firefighter Alive - härtester Feuerwehrmann der Welt. Leipzig erlebt von Donnerstag bis Sonnabend die Offenen Europameisterschaften in diesem anspruchsvollen Wettbewerb.

Der stammt aus den USA und wurde erstmals vor elf Jahren auf deutschem Boden ausgetragen. Der Mönchengladbacher Berufsfeuerwehrmann Armin Taube war es, der die TFA-Idee von einer Kanada-Reise mitbrachte. Der WM-Dritte von 2006 und sein Team kümmern sich auch um den Ausscheid bei der Interschutz auf dem Außengelände der Neuen Messe. Rund 140 Floriansjünger aus zehn Ländern wollen unter Beweis stellen, dass sie besonders viel Kraft haben, ein ausgeprägt gutes Koordinationsvermögen besitzen - und bei der Bewältigung der feuerwehrspezifischen Aufgaben auch noch schnell sind.

Im Duell Mann gegen Mann beziehungsweise Frau gegen Frau - immerhin vier Feuerwehrdamen mischen mit - gilt es, vier Stationen zu meistern, die in der Regel mit Einsatzjacke, Helm und Pressluftatmer absolviert werden müssen.

1. Station

Schläuche ziehen und Schläuche aufrollen: Zwei B-Schläuche, insgesamt 80 Meter lang, werden an eine Kreiselpumpe angeschlossen. Danach müssen sie vollständig bis zur Markierung ausgezogen werden. Anschließend werden zwei B-Schläuche einfach aufgerollt und zu einer Box getragen. Dort müssen sie korrekt eingelegt werden.

2. Station

Hammerbox, Röhrenlauf, Schultergewicht und Kletterwand: 100 Anschläge mit einem Vorschlaghammer würden die meisten Menschen schon zur Verzweiflung bringen - der TFA-Starter muss anschließend noch mit einem 15-Kilogramm-Gewicht durch eine Betonröhre laufen und ein 90 Kilogramm schweres Schultergewicht über eine Strecke von 100 Metern tragen. Am Ende wartet eine drei Meter hohe Wand, über die der Starter zu klettern oder zu springen hat. Hierbei wird auf den Pressluftatmer verzichtet.

3. Station

Anleitern, Gewichte ins zweite Stockwerk tragen, Schläuche hochziehen, Mundstück aufschrauben: An der dritten Station muss eine 8,40 Meter hohe und etwa 50 Kilogramm schwere Steckleiter aufgestellt werden. Steht dieses Rettungsgerät, bekommt der Teilnehmer zwei Kanister, die jeweils 15 Kilogramm wiegen, und trägt diese auf ein zwei Stockwerke hohes Gerüst. Oben angekommen, hat er zwei 25 Kilogramm schwere B-Schläuche an einem Feuerwehrseil hochzuziehen. Ist das erledigt, kann er wieder mit beiden Kanistern hinunterlaufen. Unten angekommen, muss noch das Mundstück eines Strahlrohres oder eines Wasserwerfers aufgeschraubt werden.

Station 4


Treppenlauf: Auch die letzte Station hat es in sich - sogar mehr als das. Wer der Hölle bis hierher entkommen ist, bekommt es nun mit dem Himmel zu tun. Beim Treppenlauf sind mindestens 15 Stockwerke zu meistern. In Leipzig geht’s rauf auf den Messeturm: 75 Meter, das entspricht 30 Stockwerken. Sporthose und -schuhe sind in diesem Fall erlaubt.

Die Favoriten wie zum Beispiel die beiden - damals zeitgleichen - Weltmeister von 2008, Herbert Krenn aus Österreich und Daniel Hallgren aus Schweden, greifen erst am Sonnabend ins Geschehen ein. Mit von der Partie ist auch der amtierende deutsche Meister Joachim Posanz aus Göttingen. „Es geht zur Sache. Wir wollen auf sportliche Weise zeigen, was Feuerwehrleute während ihrer Einsätze leisten müssen“, sagt Organisator Taube. Der 48-jährige Niederrheiner, Feuerwehrweltmeister im 800- und 1500-Meter-Lauf sowie in der Staffel über 4x400 Meter, will es in seiner Altersklasse noch mal wissen. Vom Europameister-Titel träumen aber auch fünf Feuerfighter aus Leipzig und Umgebung: Hendrik Nitzsche und Frank Werner von der Airport-Wehr, der Hartmannsdorfer Maximilian Stauch sowie Martin Geidel und Ken Hartung aus Sprotta bei Eilenburg.

Zeitplan: Donnerstag ab 14 Uhr, Freitag ab 10 Uhr und Sonnabend ab 9 Uhr, jeweils auf dem Messe-Freigelände.
 
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