Mitteldeutschland
Dresden überholt Leipzig bei rechten Straftaten - weniger Fälle 2011 in Sachsen
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Bei rassistischen und rechtsextremen Straftaten ist 2011in Sachsen ein Rückgang festgestellt worden.
Dresden. Die Beratungsstellen für Betroffene rechter und rassistischer Gewalt haben 2011 weniger Delikte registriert als im Jahr zuvor. Es habe 186 Angriffe mit 269 Betroffenen gegeben, teilte die Opferberatung RAA am Montag in Dresden mit. 2010 seien 239 Delikte registriert worden. „Diese Entwicklung darf jedoch kein Anlass zur Entwarnung sein“, hieß es.
Schwerpunkte waren den Angaben zufolge ähnlich wie in den Vorjahren Dresden (40), Leipzig (36) und der Landkreis Mittelsachsen (19). Die häufigsten Straftaten seien mit 105 Fällen Körperverletzungen gewesen. Im Vorjahr war die Stadt Leipzig mit 44 erfassten Fällen noch negativer Spitzenreiter vor Dresden (35 Fälle) und dem Landkreis Leipzig (31).
Die Opferberater sprachen zudem von einem Todesfall, es geht um einen im vergangenen Mai zu Tode geprügelten Obdachlosen in Oschatz. Laut Gericht - der Prozess läuft noch - ist ein rechter Hintergrund bislang aber nicht erwiesen.
Die Zählungen der Opferberater und die offiziellen Statistiken des Landes gehen wegen unterschiedlicher Herangehensweisen immer wieder auseinander. „In die Statistik der sächsischen Opferberatungsstellen werden Tötungen aufgenommen, wenn nicht auszuschließen ist, dass es sich um eine rechtsmotivierte Tat gehandelt haben könnte“, erläuterte Andrea Hübler von der RAA.
© LVZ-Online, 05.03.2012, 16:48 Uhr