Mitteldeutschland
Neuer Höchststand bei Hartz-IV-Klagen in Sachsen
dpa
Dresden. Die Klagen gegen Hartz-IV-Bescheide haben in Sachsen einen neuen Höchststand erreicht. Wie das Sozialgericht Dresden am Freitag mitteilte, gingen im Vorjahr mehr als 6500 Klagen und Eilverfahren zu der Arbeitsmarktreform ein. Im bisherigen Rekordjahr 2008 waren es etwa 6470. Nach wie vor sorge Hartz IV für viel Zündstoff, hieß es. Weitere Streitigkeiten seien zu erwarten:
Nachdem die Berechnung der Regelleistungen im Februar 2010 für verfassungswidrig erklärt wurde, könnten Hartz-IV-Empfänger nun Sonderzahlungen fordern. Insgesamt gingen 2009 rund 12 900 Verfahren am Sozialgericht Dresden ein - vier Prozent mehr als im Jahr zuvor.
© LVZ-Online, 12.03.2010, 15:09 Uhr