Mitteldeutschland
Sachsens Umweltminister Kupfer äußert Bedenken bei Einstieg Polens in Kernenergie
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Sachsens Umweltminister Frank Kupfer äußerte am Donnerstag Bedenken über die Pläne Polens zu einem Einstieg in die Kernenergie. (Archiv- und Symbolbild)
Dresden. Die Pläne Polens für den Einstieg in die Kernenergie stoßen in Sachsen auf Bedenken. „Zwar ist und bleibt es ein souveränes Recht unseres Nachbarn, sich bei der Wahl des Energieträgers auch für die friedliche Nutzung der Kernenergie zu entscheiden“, sagte Umweltminister Frank Kupfer (CDU) am Donnerstag in Dresden. Spätestens seit der Katastrophe im japanischen Kernkraftwerk Fukushima müssten aber einige Aussagen des Programms noch einmal untersucht werden. Die sächsischen Bedenken seien den polnischen Behörden jetzt übermittelt worden.
Diese betreffen laut Minister vor allem die Annahme, dass schwerwiegende Havarien nur einmal in einer Million Jahre zu erwarten seien. Ebenso müsse die Aussage überprüft werden, dass es bei einer Havarie ausreiche, im Umkreis von drei Kilometern um die Anlage den Menschen Kaliumjodtabletten auszugeben.
Jodtabletten sollen verhindern, dass sich freigesetztes radioaktives Jod nicht in den Schilddrüsen ablagern kann und so die Gefahr von Schilddrüsenkrebs minimiert wird.
© LVZ-Online, 29.12.2011, 20:59 Uhr