Mitteldeutschland
Zahl der Touristen in Sachsen leicht gestiegen
dpa
Dresden. Trotz Wirtschaftskrise hat Sachsen 2009 einen leichten Zuwachs an Touristen registriert. Die Zahl der Gästeankünfte stieg im Vergleich zum Vorjahr um 0,9 Prozent auf rund 6,1 Millionen, teilte die Tourismus Marketing Gesellschaft Sachsen (TMGS) am Dienstag in Dresden mit. Auch bei den rund 16,3 Millionen Übernachtungen gab es ein Plus von 0,5 Prozent. „Wir profitierten davon, dass sich mehr Deutsche für einen Urlaub im Inland entschieden“, sagte Geschäftsführer Hans-Jürgen Goller. Vor allem die Städte Dresden und Leipzig sowie das Vogtland und die Oberlausitz konnten im vergangenen Jahr mehr Touristen empfangen als 2008.
Mit einer durchschnittlichen Bettenauslastung von 33,8 Prozent steht Sachsen im bundesweiten Vergleich besser da als alle anderen Flächen-Bundesländer, hieß es. Gleichzeitig sank die Gesamtzahl der ausländischen Touristen im Freistaat um 1,7 Prozent. Besonders drastisch war der Rückgang britischer Gäste. Dagegen stieg die Zahl der Besucher aus den USA und der Schweiz.
Darüber hinaus gab Hans-Jürgen Goller eine Resümee zur Bilanz des Sächsischen Hauses bei den Olympischen Spielen in Vancouver. Mit 34 000 Gästen seien die Erwartungen weit übertroffen worden. „Es ist aus unserer Sicht optimal gelaufen“, sagte Goller am Mittag. Sachsen hatte als einziges deutsches Bundesland ein eigenes Haus in der Olympia-Stadt unterhalten.
Im Zuge des sächsischen Sparkurses reduziert sich das Budget der TMGS in diesem Jahr um 10 Prozent oder 425 000 Euro. Das Unternehmen will beispielsweise bei kleiner Messen sparen und auf bestimmte Kampagnen verzichten. Einzelheiten stehen noch nicht fest. Die Präsentation des Landes bei der Internationalen Tourismus Börse in Berlin ist nicht betroffen. Ab diesen Mittwoch präsentieren sich 55 sächsische Aussteller auf der weltgrößten Tourismusmesse.
© LVZ-Online, 09.03.2010, 15:58 Uhr