Leipzig. Die Sparkassen haben das Zahlkartenproblem bisher nur teilweise behoben: Bei fast der Hälfte der Kreditkarten, die von Sparkassen und Landesbanken ausgegeben wurden, gibt es weiter massive Probleme. Das bestätigte eine Sprecherin des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes (DSGV) der Leipziger Volkszeitung. Anders als bei den EC-Karten habe das Problem mit den defekten Chips hier bisher nicht behoben werden können. Die Verbraucherzentrale Sachsen forderte die Sparkassen auf, den betroffenen Kunden die Jahresgebühr anteilig zu erstatten.
Betroffen sind früheren Angaben zufolge rund 3,5 Millionen Karten - 40 Prozent aller Kreditkarten, die Sparkassen und Landesbanken ausgegeben haben. "Da hat sich bisher nichts geändert", sagte die DSGV-Sprecherin. Die in der vergangenen Woche für die mehr als 25 Millionen defekten EC-Karten gefundene Lösung funktioniere bei Kreditkarten leider nicht. "Die nutzen eine andere Software." Erst am Freitag hatten Banken und Sparkassen das Problem zumindest im Inland für gelöst erklärt. Das beziehe sich aber nur auf EC-Karten, räumte die DSGV-Sprecherin ein. "Bei Kreditkarten kann es weiter vorkommen, dass sie nicht akzeptiert werden." Bei 30 bis 40 Prozent der Lesegeräte an den Ladenkassen würden sie nicht funktionieren.