Leipzig. Zufriedene Aussteller, geteilte Meinungen unter den Spielern: Mit
rund 43.000 Besuchern ist die Games Convention Online am Wochenende
leicht hinter ihren Erwartungen zurückgeblieben. Zur weltweit ersten
Messe für Online-, Browser- und Mobile Games hatten die Spieler viel
Zeit, die zahlreichen Neuerscheinungen auszuprobieren, einige von ihnen
zeigten sich aber über das begrenzte Angebot enttäuscht.
„90 Prozent der Besucher waren Online-Spieler. Damit haben wir genau
die Zielgruppe erreicht die von der Branche erwartet wurde“, erklärte
Messechef Wolfgang Marzin am Sonntag. Einer Ausstellerbefragung der
Messe zufolge zeigten sich die meisten Spielefirmen zufrieden. Ein
Großteil habe signalisiert, auch im nächsten Jahr auf der GC Online
ausstellen zu wollen, heißt es in einer Pressemitteilung. Für die
nächste Spielemesse in Leipzig ist ein Termin im Sommer 2010 geplant –
einige Unternehmen schlagen jedoch eine Verlegung auf das Frühjahr vor.
Spielefirmen schlagen früheren Termin für nächste Messe vor
Patrick Streppel, Vorstand von Gamigo, brachte gegenüber LVZ-Online einen früheren Termin offen ins Gespräch. „Da unsere Branche nicht so stark auf das Weihnachtsgeschäft angewiesen ist, wie die klassischen Hersteller, sollte man über eine Verlegung nachdenken“, sagte der Unternehmer. Der zeitliche Abstand zu der ebenfalls im Spätsommer stattfindenden Spielemesse Gamescom in Köln komme sowohl den Firmen als auch den Besuchern entgegen, so Streppel. Gamigo präsentierte mit Heroes in the Sky, War of Angels und Project S gleich mehrere Neuerscheinungen in Leipzig.
Der koreanische Hersteller NHN, der auch auf der Gamescom ausstellen wird, zeigte sich einem früheren Termin gegenüber ebenfalls aufgeschlossen. „Der logistische Aufwand , zwei Messeauftritte hintereinander zu organisieren, ist enorm. Eine Verlegung würde uns entgegenzukommen“, sagte Game Project Manager Boo W. Kim. NHN hatte in Leipzig mit Huxley und Karma: Operation Barbarossa zwei Europapremieren im Gepäck. „Mit dem Interesse der Besucher waren wir zufrieden. Zudem konnten wir zahlreiche neue Business-Kontakte zu Spielefirmen aus Deutschland knüpfen“, so Kim. Was das Geschäftliche angeht, zog auch Gamigo ein positives Resümee. „Die spannende Frage ist aber, wie es die Besucher fanden und ob sie im nächsten Jahr wiederkommen möchten“, so Patrick Streppel.
Patrick Streppel, Vorstand von Gamigo, brachte gegenüber LVZ-Online einen früheren Termin offen ins Gespräch. „Da unsere Branche nicht so stark auf das Weihnachtsgeschäft angewiesen ist, wie die klassischen Hersteller, sollte man über eine Verlegung nachdenken“, sagte der Unternehmer. Der zeitliche Abstand zu der ebenfalls im Spätsommer stattfindenden Spielemesse Gamescom in Köln komme sowohl den Firmen als auch den Besuchern entgegen, so Streppel. Gamigo präsentierte mit Heroes in the Sky, War of Angels und Project S gleich mehrere Neuerscheinungen in Leipzig.
Der koreanische Hersteller NHN, der auch auf der Gamescom ausstellen wird, zeigte sich einem früheren Termin gegenüber ebenfalls aufgeschlossen. „Der logistische Aufwand , zwei Messeauftritte hintereinander zu organisieren, ist enorm. Eine Verlegung würde uns entgegenzukommen“, sagte Game Project Manager Boo W. Kim. NHN hatte in Leipzig mit Huxley und Karma: Operation Barbarossa zwei Europapremieren im Gepäck. „Mit dem Interesse der Besucher waren wir zufrieden. Zudem konnten wir zahlreiche neue Business-Kontakte zu Spielefirmen aus Deutschland knüpfen“, so Kim. Was das Geschäftliche angeht, zog auch Gamigo ein positives Resümee. „Die spannende Frage ist aber, wie es die Besucher fanden und ob sie im nächsten Jahr wiederkommen möchten“, so Patrick Streppel.
Gemischtes Fazit der MessebesucherViele Spieler standen der Messepremiere zwiespältig gegenüber. Zwar wurden Organisation und Konzept gelobt, die Abwesenheit der großen Hersteller sorgte aber für die eine oder andere Enttäuschung. „Ich hätte mir mehr erwartet“, fand Phillip Müller aus Genthin. Wie vielen anderen Besuchern wünscht sich der 16-Jährige für 2010 mehr Spiele und mehr Aussteller. Vor allem Brancheführer wie Blizzard, Publisher des Welterfolges World of Warcraft, wurden vermisst. „Es ist Schade, dass es so leer ist“, meinte Michael Dietsch aus Leipzig. Die Messe müsse im kommenden Jahr mehr bieten. „Denn im Vergleich zum Vorjahr ist es wirklich nicht so toll, es ist ziemlich leer und es sind nicht mehr so viele Spiele hier.“
Aber es gab auch Zustimmung von den Besuchern der Online-Convention. „Das neue Konzept ist cool“, sagten Benjamin Jäckel und Peggy Stephan. „Die neue Messe hat ihren Charme, der Spieler wird viel mehr direkt angesprochen.“ Auch wenn bei der letzten Games Convention mehr los gewesen sei, einen großen Vorteil sahen fast alle Zocker: „Man kommt in diesem Jahr viel besser zum spielen!“ Laut einer Besucherbefragung der Messe wollen 86 Prozent im kommenden Jahr erneut die GCO besuchen.
Für gute Laune sorgten die zahlreichen Community-Angebote. Viele Clans und Gilden nutzten die Messe als Gelegenheit, sich auch außerhalb der virtuellen Welt näher kennenzulernen. Zum Rahmenprogramm gehörten außerdem Präsentationen von Spielergemeinschaften sowie Bandauftritte, Verlosungsaktionen, ein Cosplay-Wettbewerb sowie die Verleihung des Clan- und Gildenpage-Awards. Auch die GCO Modding Masters sorgten für staunende Gesichter. Jeweils 15 Teilnehmer präsentierten in den Kategorien Casemods und Casecons ihre getunten beziehungsweise selbst entworfenen Computer.
Nationalteam der E-Sportler auf der GC Online gekürt
Beim Deutschlandfinale der World Cyber Games kämpften bis zum Sonntagnachmittag die 150 besten E-Sportler um den nationalen Titel. Am Ende konnten sich 19 von ihnen für das Nationalteam und das Grand Final im chinesischen Chengdu qualifizieren. Darunter ist auch der bisher jüngste deutsche Spieler, der sich jemals für ein Weltfinale qualifiziert hat, der 14-jährige Anton Emmerich aus München. Erstmalig sind außerdem zwei Gewinner der Samsung Mobile Challenge dabei.
Auf der Dialogkonferenz der Games Convention Online warfen derweil knapp 100 Referenten und Diskussionsteilnehmer einen Blick auf den Status Quo und die Zukunft der Online- und Mobile-Games-Branche sowie deren gesellschaftliche Bedeutung. Unbezweifelt blieb die Erkenntnis, dass Online und Mobile Games auf dem Vormarsch sind. Der Markt befindet sich aber, trotz der bereits hohen Wachstumsraten und entsprechender Umsätze, erst am Anfang, so die Meinung der Experten.