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Bayern nach Robbens Traumtor im Viertelfinale

Florenz. In der stürmischen Toskana hat der FC Bayern München dank toller Moral und eines Traumtores von Arien Robben den K.o. im Achtelfinal-Krimi beim AC Florenz abgewendet. In einer turbulenten zweiten Spielhälfte schossen die Niederländer Robben (65. Minute) und Mark van Bommel (60.) den deutschen Fußball-Rekordmeister am Dienstag wie im Vorjahr ins Viertelfinale der Champions League. Nach dem 2:1 im Hinspiel reichte den Bayern eine 2:3 (0:1)-Niederlage gegen den 10. der italienische Serie A. Juan Vargas (28. Minute) und Stevan Jovetic (54./64.) trafen für die Italiener, die nach der 3:1- Führung 1:11 Minuten vom ersten Viertelfinale seit 1970 träumten - bis Robben vor 45 000 Zuschauern im Stadion Artemio Franchi alles zunichte machte.

„Wir haben eine Mannschaft mit Moral und Charakter, die immer zurückschlagen kann“, sagte Bayerns Sportdirektor Christian Nerlinger. „Mit dieser Niederlage kann man leben. Wir sind unter den besten Acht - das ist ein großer Erfolg.“ Torschütze van Bommel meinte: „Es gab einige brenzlige Situation. Aber wir sind verdient weiter.“

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Mit dem Selbstvertrauen aus 18 Pflichtspielen ohne Niederlage übernahmen die Bayern das Kommando. Auch ohne die verletzten Martin Demichelis und Diego Contento stand die Abwehr zunächst sicher. Doch zwingende Chancen sprangen nicht heraus, weil die Präzision bei stürmischem Gegenwind fehlte. Florenz, das nur eine der letzten zehn Partien gewonnen hat und auf den nach der Roten Karte im Hinspiel gesperrten Massimo Gobbi verzichten musste, war auf Torsicherung programmiert und machte geschickt die Räume eng.

Als Mario Gomez nach knapp einer halben Stunde an der Seitenlinie behandelt wurde, schlugen die Italiener eiskalt zu. Einen 30-Meter- Schuss von Riccardo Montolivo ließ Torhüter Jörg Butt abprallen und Vargas verwertete die Vorlage. Auch Daniel van Buyten sah dabei nicht gut aus. Nationalstürmer Gomez kam danach zwar noch einmal zurück, wurde wenig später wegen eines Muskelfaserrisses in der Wade aber gegen Miroslav Klose ausgewechselt.

zum Thema Bilder vom Spiel der Bayern in Florenz Champions League: Arsenal im Viertelfinale Mannschaften und Statistik
Angetrieben von Robben, Franck Ribéry und Bastian Schweinsteiger, der die Gelbe Karte sah und im nächsten Champions-League-Spiel damit gesperrt ist, versuchten die Bayern das Spiel wieder in den Griff zu bekommen. Doch die tief stehenden Italiener konnten sie nicht ernsthaft in Verlegenheit bringen. Die einzige Chance durch Robben machte Torhüter Sebastien Frey mit einer prächtigen Parade zunichte.

„Wir werden uns steigern und das Spiel noch drehen“, sagte Sportdirektor Christian Nerlinger. Dank Butt war diese Hoffnung nicht schon in der 50. Minute passe, als die Abwehr pennte und der Keeper großartig gegen Alberto Gilardino rettete. Mit dem Wind im Rücken wollten die Bayern angreifen - doch das Gegenteil war der Fall. Denn Jovetic schlug in der 54. Minute zu und zeigte die Nachlässigkeiten in der Bayern-Abwehr auf. Vorarbeiter Gilardinos schien im Abseits gewesen zu stehen, doch der Treffer aus zehn Metern Entfernung galt.

Ein Tor musste her, um zumindest die Verlängerung zu schaffen. Und van Bommel ließ sich nicht lange bitten. Mit einem trockenen Flachschuss aus 18 Metern ließ er Frey keine Chance und brachte die schon feiernden Zuschauer zum Verstummen. Danach wurde es bunt: Erst schoss Jovetic Florenz nach erneutem Van-Buyten-Patzer wieder ins Viertelfinale, doch nur 71 Sekunden später triumphierten erneut die Bayern, weil Robben den Ball in den Winkel zirkelte. Das gute Debüt für den 17-Jährigen David Alaba war damit perfekt.
 
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