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Zeitz ist für den Bundestrainer kein Thema – Handballer wollen über Serbien nach London
Matthias Roth
Leipzig. Martin Heuberger will es besser machen als Heine Jensen und an den Olympischen Spielen in London kommendes Jahr teilnehmen. Jensen ist mit seinen Frauen gerade bei der Weltmeisterschaft in Brasilien sang- und klanglos gescheitert.
„Zwei Plätze sind für das Qualifikationsturnier noch zu vergeben“, berichtet Heuberger am Donnerstag in Leipzig. Einen davon will er sich bei der Europameisterschaft im Januar in Serbien sichern. Aus Europa sind bisher nur Weltmeister Frankreich und das Handball-Entwicklungsland Großbritannien als Gastgeber dabei.
Als Qualifikanten stehen Dänemark, Ungarn, Island, Spanien, Schweden und Kroatien bereits fest. Hinzu kommen Brasilien, Chile und Japan. In drei Viererturnieren spielen die Ländervertretungen die Olympiateilnehmer aus. In London mit dabei sind die beiden besten Teams jeder Gruppe.
Deutschland, so Heuberger, streite sich bei der EM vor allem mit Russland, Polen, Serbien, Slowenien und Norwegen um die begehrten Startplätze. Sein Aufgebot will er in den nächsten Tagen bekannt geben. Was er am Mittwoch bei den Pokalspielen zwischen Berlin und Kiel sowie Hamburg und den Rhein-Neckar Löwen von seinen Schützlingen gesehen hat, sei noch nicht so toll gewesen. „Bei Kiel kamen Christian Sprenger und Dominik Klein außen kaum zum Zug“, hat Heuberger beobachtet. Da sei vor allem über den Rückraum gespielt worden.
Bei Hamburg sei ihm Pascal Hens noch zu langsam in seinen Bewegungen gewesen. Michael Kraus mache nach seiner langen Verletzungspause „erste Gehversuche“. Seine verwandelten acht Siebenmeter seien aber top gewesen.
Eine Rückkehr von Christian Zeitz, der beim THW Kiel seit Wochen in herausragender Form spielt, ist für Heuberger keine Thema. „Christian hat mir in einem persönlichen Gespräch gesagt, dass er mehr Pausen für die Regeneration braucht und deshalb nicht mehr zur Verfügung steht“, berichtet Heuberger. Das sei schade.
Ähnlich sei die Lage bei Torhüter Johannes Bitter. Er laufe nur im Notfall auf, also wenn sich Silvio Heinevetter oder Carsten Lichtlein verletzen sollten.
© LVZ-Online, 15.12.2011, 14:26 Uhr