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Neonazi-Krawalle nach gestopptem Marsch in Dresden
dpa
Gera/Pirna. Nach einem gescheiterten Marsch durch Dresden haben Neonazis am späten Samstagabend auf der Heimreise für Krawalle gesorgt. Die Polizei in Thüringen unterband in Gera einen spontanen Aufmarsch von Rechtsextremen. Dabei überrannten sie Polizeibeamte, zerbeulten Polizeifahrzeuge und beschädigten eine Skulptur vor dem Stadtmuseum. 183 Neonazis wurden wegen Landfriedensbruchs vorläufig festgenommen. Im sächsischen Pirna versammelten sich etwa 400 Rechtsextreme. Dabei sei es ebenfalls zu Sachbeschädigungen gekommen, teilte die Polizei am Sonntag mit.
Bereits im Vorjahr gab es nach dem Dresden-Gedenktag Gewaltexzesse. Bei einem Überfall auf dem Rastplatz Teufelstal an der Autobahn 4 in Thüringen wurden fünf Menschen verletzt. Die Neonazis hatten gezielt Gegendemonstranten angegriffen, darunter Vertreter des Deutschen Gewerkschaftsbunds (DGB) und der Linkspartei aus Hessen und Nordrhein-Westfalen. Linke Gegendemonstranten hatten am Samstag in Dresden verhindert, dass rund 6400 Rechtsextremen aus dem In- und Ausland durch die Stadt ziehen konnten.
© LVZ-Online, 14.02.2010, 11:57 Uhr