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Polizei bilanziert schwierigen Einsatz in Dresden
dpa
Dresden. Die Polizei hat ihren Großeinsatz am Jahrestag der Zerstörung Dresdens als schwierig bilanziert. „Die Lage war mitunter unübersichtlich. Es gab viele kleine Brandherde, die es zu beobachten galt“, sagte der Dresdner Polizeisprecher Thomas Geithner am Samstag in einer ersten Zwischenbilanz. Während es in den Vorjahren jeweils zwei große Versammlungen beider Seiten gab, habe die Polizei in diesem Jahr großflächig in der ganzen Stadt agieren müssen. 2009 waren 4300 Beamte aus mehreren Bundesländern im Einsatz:
„Diesmal sind es wohl ein paar Hundert mehr gewesen“, sagte Geithner. Genaue Zahlen auch über Festnahmen wollte die Polizei nach Abschluss ihres Einsatzes nennen.
Geithner verwies darauf, dass beide Lager bereits im Vorfeld sehr aggressiv ihre Gefolgsleute auf den 13. Februar eingestimmt hätten. Im Unterschied zu früher habe es diesmal eine klare Situation bei den Anmeldungen für die Versammlungen gegeben: „Die Realität sah am Vormittag aber anders aus. Wir hatten um den Neustädter Bahnhof herum mehrere Spontandemonstrationen.“ Aufgrund der großen Teilnehmerzahl habe die Polizei diese Blockaden nicht räumen können. Geithner begründete auch, warum man die Rechtsextremen am Ende nicht marschieren ließ. „Es macht keinen Sinn, die Versammlungsteilnehmer einem Risiko auszusetzen, ihre Sicherheit zu gefährden und einen Aufzug durchzupeitschen.“
© LVZ-Online, 13.02.2010, 19:13 Uhr