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Präparationsraum ohne Präparator
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Es passt zum stiefmütterlichen Dasein, das das Naturkundemuseum fristet: Erst am vergangenen Sonntag wurde der 15.000 Euro teure neue Präparationsraum übergeben, am Montagabend teilte Kulturbürgermeister Michael Faber (parteilos) offenbar am Rande des Bürgergespräches dem einzigen Präparator mit, dass sein auslaufender Zwei-Jahres-Vertrag nicht verlängert wird.
Folge: Ein neuer Präparationsraum ohne Präparator. „Es ist im Augenblick alles offen - ob es einen neuen Präparator gibt oder einen neuen Vertrag“, teilte Faber am Dienstag schmallippig mit. „Ein solches Museum ohne Präparator ist doch wie ein Mensch ohne Organe“, konnte ein Teilnehmer der Diskussion nur den Kopf schütteln. Dies sei wie ein indirekter Todesstoß für die Einrichtung. In anderen Bundesländern würde sich die Stadt „zutiefst strafbar machen“, wenn sie solch kulturellen Werte verfallen ließe.
© LVZ-Online, 17.09.2010, 13:36 Uhr