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Frikadellen aus Stammzellen - der Umwelt zuliebe

Hackepeter in einer Fleischerei nach einer Hausschlachtung. Foto: Patrick Pleul/Archiv   Foto: dpa Hackepeter in einer Fleischerei nach einer Hausschlachtung. Foto: Patrick Pleul/Archiv

Vancouver (dpa) - Das «Fleisch» ist noch zu hell, von Geschmack bisher keine Spur. Aber der Retorten-Burger aus dem Labor ist fest geplant. Der Niederländer Mark Post möchte bereits im Oktober das erste mittels Stammzellen produzierte Fleisch präsentieren.

Das Gewebe aus den Stammzellen von Rindermuskeln solle einmal so schmecken und aussehen wie echtes Fleisch, sagte der Forscher von der Universität Maastricht am Sonntag (Ortszeit) auf der Jahrestagung des amerikanischen Forscherverbandes AAAS in Vancouver. Bis es die neue Variante auch bei den Imbissketten zu bestellen gibt, werden aber noch Jahre vergehen.

zum Thema Konferenz der American Association for the Advancement of Science, AAAS Infos zum Vortrag

Bislang habe er erst winzige Streifen des neuen Fleisches im Labor produziert. Es seien mehrere Tausend davon nötig, um eine Frikadelle herzustellen. So ist der Prototyp zwar lange noch nicht fertig, aber einen Preis nennt Post schon: rund 250 000 Euro.

Auf dem Symposium «Die nächste Agrar-Revolution» wurden mehrere Alternativen für Schlachtfleisch angekündigt. Sie alle haben das Ziel, die Umwelt von den Kosten der herkömmlichen Tierzucht zu entlasten. «Die Tierzucht ist bei weitem die größte anhaltende Umweltkatastrophe», warnte der Biochemiker Patrick Brown von der Stanford Universität (Kalifornien) vor Journalisten in Vancouver. Die derzeitige Gewinnung von Fleischprodukten verbrauche mehr landwirtschaftliche Fläche, Wasser und Getreide als irgendein anderes Nahrungsmittel für Menschen. Brown selbst entwickelt zurzeit Burger, Steaks und Speck aus Getreideprodukten.

 
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