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Neues Teleskop zeigt Staubring im All

Das undatierte Handout des European Southern Observatory (ESO) zeigt einen Ring aus Staubkörnern um den hellen Stern Fomalhaut. Foto: ALMA   Foto: dpa Das undatierte Handout des European Southern Observatory (ESO) zeigt einen Ring aus Staubkörnern um den hellen Stern Fomalhaut. Foto: ALMA

Berlin (dpa) - Außergewöhnlich scharfe Aufnahmen zeigen einen Ring aus Staubkörnern um den hellen Stern Fomalhaut. Das Radioteleskop Alma (Atacama Large Millimeter/Submillimeter Array) lieferte die Fotos des Sterns, der etwa 25 Lichtjahre von der Erde entfernt ist. Das teilte die Europäische Südsternwarte Eso mit.

Der innere und äußere Rand des Ringes sind scharf begrenzt. Die Forscher gehen deshalb davon aus, dass es die Schwerkraft zweier Planeten ist, die die Staubteilchen in der Scheibe hält. Den neuen Daten nach ist der Ring riesig: Vom inneren bis zum äußeren Rand misst er etwa das 16-Fache des Abstands zwischen Erde und Sonne. Außerdem ist er vom Stern Fomalhaut 140 mal so weit entfernt wie die Erde von der Sonne. Die beiden Planeten hingegen sind den Forschern zufolge überraschend klein.

zum Thema Pressemitteilung

«Aufgrund ihrer geringen Größe und ihres großen Abstands zum Stern sind die beiden Planeten in der Nähe des Rings die kältesten Planeten, die man bislang in der Umlaufbahn um einen normalen Stern gefunden hat», sagt der Leiter der Studie, Aaron Boley von der Universität Florida.

Auch der Planet Uranus hat einen Staubkorn-Ring. Hier halten die beiden Monde Cordelia und Ophelia den Ring zusammen. Die neuen Aufnahmen helfen den Forschern zufolge, Entstehung, Entwicklung und Aufbau des nahegelegenen Planetensystems besser zu verstehen.

 
 
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