24.05.2013 14:03 Uhr
 
Wissenschaft

Gesellschaft für Versuchstierkunde tagt mit 700 Teilnehmern in Dresden

v.l: Dr. Oliver Zierau, Dr. Reinhart Kluge, Präsident der GV-Solas, Prof. René Tolba und Jussi Helppi.   Foto: Dominik Brüggemann v.l: Dr. Oliver Zierau, Dr. Reinhart Kluge, Präsident der GV-Solas, Prof. René Tolba und Jussi Helppi.
Dresden. Die Gesellschaft für Versuchstierkunde GV-Solas erwartet zur 49. Tagung mehr als 700 Teilnehmer in Dresden. Insgesamt 124 Vorträge, Gesprächsrunden und Workshops warten auf die Forscher, Tierpfleger und technischen Mitarbeiter. Themen wie Narkosetechniken, Haltung der Tiere und Blutentnahme stehen im Tagungsprogramm zwischen dem 12. und 14. September an der TU Dresden.

Dr. Reinhart Kluge, Präsident der GV-Solas, betonte kurz vor Beginn die Bedeutung der Tagung. Hier werde versuchstierkundliches Wissen weitergegeben und ausgetauscht. „Teilnehmer können in der Praxis neue Blutentnahme-Methoden erlernen, die für das Tier angenehmer sind", berichtet er von einem angebotenen Workshop. Das Programmheft ist ferner gespickt mit etlichen nationalen und internationalen Vorträgen.

Erstmals soll während der Tagung auch über die Beziehung zwischen Mensch und Tier bei den Versuchen gesprochen werden. Insbesondere Pflegern, die sich lange um die Tiere kümmern, falle der Abschied von den getöteten Tieren schwer. So sprechen die Forscher nicht nur über wissenschaftliche Aspekte, sondern auch über Ethik und Moral der Versuche, so die Veranstalter.

Notwendig seien die Tierversuche vor allem in der Grundlagenforschung, berichtet Kluge. Etwa ein Drittel der 2,8 Millionen Tiere, die jährlich als Versuchstiere in Deutschland verwendet werden, kommen hier zum Einsatz. 37 Prozent lassen ihr Leben in der Medizinforschung. Rund 250 Schweine landen jährlich in Aachen bei René H. Tolba auf dem Tisch. Der Professor der Medizinischen Fakultät der RWTH Aachen bringt Medizinern die sogenannte Schlüssellochtechnologie bei Operationen bei. „Je drei Ärzte üben ihre Fertigkeiten an den Schweinen", erklärt er von den Tests, bevor die Mediziner dann Menschen operieren.

 
 
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