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Petersilie brauch ausreichend Zeit zum Nachwachsen. Daher sollte man am besten nur so viel ernten, wie man auch verarbeiten kann. Foto: Hans Wiedl
Bonn (dpa/tmn) - Kräuter können praktisch das ganze Jahr geerntet werden. Das heißt, es ist auch immer ein Rückschnitt möglich, der die Pflanzen wieder gut in Form bringt.
Besonders bei den immergrünen Sträuchern wie Thymian, Salbei oder Rosmarin dient die regelmäßige Ernte von Triebspitzen oder ganzen Trieben zur Pflege und somit zur Verjüngung, erklärt der Zentralverband Gartenbau in Bonn. So können sie sich besser verzweigen und buschiger wachsen. Bei Schnittlauch, Petersilie und Dill sollte man nur portionsweise ernten, damit die Pflanzen wieder ausreichend Zeit zum Nachwachsen haben. Geschnitten werden sie am besten mit einer Schere oder einem scharfen Messer. Kresse und Kerbel können komplett abgeerntet werden, da sie nicht mehr nachwachsen.
Kurz vor oder während der Blüte verfügen die meisten Kräuter über den höchsten Aromagehalt. Das sei der richtige Zeitpunkt für die Ernte, sagt der Zentralverband. Blüten werden erst geerntet, wenn sie vollständig geöffnet sind. Die Pflanzentriebe sollten einwandfrei sein. Nach dem Schnitt werden die Stiele ausgeschüttelt, damit keine Insekten mehr daran haften. Zudem sollte man die Blattunterseiten kontrollieren.
Am besten werden nur so viele Kräuter geerntet, wie man im Anschluss verarbeiten kann - das heißt trocknen, einfrieren oder direkt verwenden. Die geernteten Stiele oder Blätter werden kurz abgespült und dann mit einem Messer oder einer Schere weiterverarbeitet. Als kleine Sträußchen lassen sie sich kopfüber aufgehängt an einem trockenen, luftigen und dunklen Ort trocknen.