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Auch nach der Bologna-Reform hat das Diplom ein hohes Ansehen. Viele würden diesen Abschluss bevorzugen. Foto: Uwe Anspach
Düsseldorf (dpa/tmn) - Mit der Bologna-Reform ist das Studium an den deutschen Hochschulen umgekrempelt worden. Trotzdem können die meisten mit dem Begriff nichts anfangen.
Drei Viertel der Deutschen (75 Prozent) weiß nicht, was sich hinter dem Begriff Bologna-Reform verbirgt. Das hat eine repräsentative Umfrage des Marktforschungsinstituts Innofact ergeben. Jeder Vierte (25 Prozent) gab an, er wisse, was mit dem Begriff gemeint sei. Für die Umfrage im Auftrag der Hochschule München wurden 1116 Personen befragt.
Im italienischen Bologna verpflichteten sich 1999 die Bildungsminister von 29 europäischen Staaten, bis 2010 einen gemeinsamen Hochschulraum Europa zu schaffen. Nach anglo-amerikanischem Vorbild sollen dabei die Studienabschlüsse Bachelor und Master sowie Promotion aufeinander aufbauen. Außerdem werden die Studieninhalte in Module aufgeteilt und Leistungen nach einem einheitlichen Punktesystem - dem European Credit Transfer System ECTS - bewertet.
Auf die Frage: «Wenn Sie frei wählen könnten, welchen Hochschulabschluss würden Sie für sich bevorzugen?» antwortete rund ein Drittel der Befragten (34 Prozent), sie würden ein Diplom als Studienabschluss bevorzugen. Jeder Fünfte (20 Prozent) entschied sich für einen Masterabschluss. Ebenfalls rund jeder Fünfte (18 Prozent) gab an, er hätte am liebsten ein Staatsexamen.