Bad Düben
Asbestplatten in Hohenroda verbuddelt?
Frank Pfütze/Christine Jacob
Foto: Manfred Lüttich
Die Scheune in Hohenroda.
Hohenroda. Mit ziemlich schwerwiegenden Anschuldigungen meldete sich vor einigen Tagen ein Informant (Name ist der Redaktion bekannt) in der Redaktion der Kreiszeitung. Er behauptet, dass auf dem Grundstück der Eheleute Matthias und Dagmar von Hermanni gefährliche Abfälle verbuddelt worden seien. Der Insider gab der Kreiszeitung gegenüber unter anderem glaubhaft an, dass sich auf dem Grundstück der von Hermannis in Hohenroda, Luckowehnaer Straße 17, unter der Scheune II in ungefähr drei Meter Tiefe nach seinen Schätzungen über 300 Quadratmeter, vom Gebäude der früheren LPG Einheit, im Zuge der Sanierung entfernte Asbestdachplatten befinden, ebenso wie Farbreste, Plaste, Müll und anderer Unrat. Die Staatsanwaltschaft Leipzig geht den Hinweisen auf mögliche Umweltstraftaten im Zusammenhang mit der Erneuerung des mit Asbestplatten gedeckten Scheunendaches auf dem Grundstück Luckowehnaer Straße 17 inzwischen nach. Sie prüft unter Einbeziehung der zuständigen Behörden, wie dem Umweltamt des Landratsamtes, ob sich aus den bisher vorliegenden Erkenntnissen Anhaltspunkte ergeben, die den Anfangsverdacht des unerlaubten Umgangs mit gefährlichen Abfällen oder des unerlaubten Betreibens einer Abfallentsorgungsanlage begründen können. Diese Prüfung ist noch nicht abgeschlossen. Die Kreiszeitung hat sich zu diesem Thema auch an die Grundstückseigentümer Matthias und Dagmar von Hermanni gewandt und diese um eine Stellungnahme gebeten. Matthias von Hermanni äußerte sich dazu inhaltlich nicht, sondern teilte lediglich mit, man habe das Grundstück den Vereinen zur Nutzung zur Verfügung gestellt und werde dies auch weiterhin tun. Eine Verantwortung dafür, was auf ihrem Grundstück geschah und künftig geschieht, sehen die von Hermannis demnach nicht. Die Kreiszeitung wird über den Fortgang der Sache berichten.
© LVZ-Online, 27.04.2012, 17:18 Uhr